Der chinesische Autobauer BYD fährt derzeit eine aggressive Doppelstrategie, um seine globale Präsenz auszubauen. Ein neuer Großauftrag aus Lateinamerika bescherte dem Papier an der Börse den stärksten Tagesgewinn seit über einem Jahr. Gleichzeitig sichert sich der Konzern in Asien prestigeträchtige Werbedeals, um die aktuelle Schwäche auf dem Heimatmarkt strategisch zu kompensieren.
Auslöser für das Kursplus von 7,8 Prozent an der Hongkonger Börse am Montag war eine konkrete Bestellung. Die brasilianische BYD-Fabrik liefert laut Analystenberichten insgesamt 100.000 Fahrzeuge nach Argentinien und Mexiko. Jedes der beiden Länder nimmt 50.000 Einheiten ab. Dieser Deal untermauert die These vieler Marktbeobachter, dass das Überseegeschäft zunehmend zum zentralen Wachstumstreiber des Unternehmens wird.
Flankiert wird diese Entwicklung von makroökonomischen Faktoren. Steigende Ölpreise machen Elektroautos für Verbraucher wieder attraktiver, was laut Experten besonders die Nachfrage in Europa ankurbeln könnte. Gleichzeitig sinken die Preise für Lithium, was die Produktionskosten der Batteriehersteller entlastet und den Margen zugutekommt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
Schwacher Heimatmarkt, starker Export
Der Fokus auf das Ausland kommt nicht von ungefähr. Auf dem chinesischen Heimatmarkt brachen die Verkäufe in den ersten beiden Monaten des Jahres um 36 Prozent ein. Verantwortlich dafür ist das Auslaufen einer vollständigen Steuerbefreiung für E-Autos Ende 2025. Seit Januar 2026 greift eine neue Abgabe von fünf Prozent. Viele Käufer hatten ihre Bestellungen daher in das vergangene Jahr vorgezogen, was nun eine spürbare Lücke in den Auftragsbüchern hinterlässt.
Als Reaktion darauf verlagert BYD das Gewicht. Im Februar übertrafen die Exporte mit über 100.600 verschifften Fahrzeugen erstmals in der Unternehmensgeschichte die inländischen Auslieferungen. Dies entspricht einem Wachstum von rund 50 Prozent im Vorjahresvergleich.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?
Investitionen in das Markenimage
Parallel zu den operativen Fortschritten investiert BYD massiv in die globale Markenbekanntheit. Am heutigen Dienstag gaben die Organisatoren bekannt, dass der Autobauer neuer Titelsponsor des Singapur-Marathons wird. Damit löst das Unternehmen die Standard Chartered Bank ab, die das Event 22 Jahre lang geprägt hatte. Diese Partnerschaft reiht sich in eine Serie aktueller Sport-Sponsorings ein, zu denen auch Manchester City und die Commonwealth Games 2026 in Glasgow gehören.
Blick auf die Bilanz
Am 26. März veröffentlicht BYD seinen Jahresbericht für 2025. Im Zentrum des Investoreninteresses stehen dabei die Gewinnmargen. Die Zahlen werden belegen, inwieweit die starken Auslandseinnahmen und die günstigen Batteriekosten ausreichen, um die Milliardeninvestitionen in neue Werke in Ungarn, Brasilien und Thailand sowie den Preiskampf in China aufzufangen. Einen Tag später, am 27. März, entscheidet der Aufsichtsrat über die Höhe der finalen Dividende.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


