BYD bereitet den Marktstart der dritten Generation seines Tang EV im Heimatmarkt vor. Medienberichten zufolge soll das überarbeitete Elektro-SUV im vierten Quartal 2026 in China eingeführt werden.
Der Hersteller verspricht für das Modell eine Reichweite von bis zu 850 Kilometern nach dem chinesischen Testzyklus CLTC sowie ein Schnellladesystem, das die Batterie in rund fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent füllen soll. Unabhängig überprüft sind diese Ladezeitangaben bislang allerdings nicht.
Die Ankündigung folgt auf die Vorstellung des siebensitzigen Flaggschiff-SUV ATTO 8 wenige Tage zuvor, mit dem der Konzern seine Ladetechnologie Anfang 2027 auch im europäischen Markt etablieren will. An der Börse reagierten die Anleger verhalten: Die BYD-Aktie notiert heute bei 8,34 Euro und verbucht damit ein leichtes Minus von 0,2 Prozent.
Neunmonatsabsatz leicht unter Vorjahresniveau
Technologische Neuerungen sind für den chinesischen Marktführer zentral, um dem intensiven Preis- und Modellwettbewerb zu begegnen. Im September 2026 lieferte das Unternehmen 463.561 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben aus, darunter 180.700 Einheiten für den Export. Der Blick auf das Gesamtjahr zeigt jedoch Bremsspuren im operativen Geschäft.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 summierte sich der Absatz auf 3.131.576 Einheiten, was einem Rückgang von 3,94 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
Das Analysehaus UOB Kay Hian reagierte am 9. Oktober auf diese Zahlen und senkte seine Absatzerwartungen für die Jahre 2026 bis 2028. Als Begründung führten die Analysten die hinter den ursprünglichen Markterwartungen zurückgebliebenen Auslieferungen der ersten neun Monate an.
Vorgaben für das Schlussquartal
Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 22 Prozent. Marktbeobachter richten den Blick nun auf die Profitabilität im abgelaufenen Jahresviertel.
Für den 29. Oktober 2026 hat das Management eine Verwaltungsratssitzung einberufen, um die ungeprüften Ergebnisse für das dritte Quartal zu beraten und freizugeben. Neben den reinen Verkaufszahlen wird dort vor allem die Entwicklung der Margen Aufschluss darüber geben, wie stark die Rabattschlachten im Heimatmarkt das Konzernergebnis belasten.
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