Der Konflikt am Persischen Golf treibt die Kraftstoffpreise in die Höhe — und beschert BYD einen unerwarteten Absatzschub. In Asien füllen sich die Showrooms, während Verbraucher verstärkt auf Elektrofahrzeuge umsteigen.
Nachfrageboom in Südostasien
In einem BYD-Autohaus im Finanzviertel von Manila berichtete ein Verkäufer, er habe in nur zwei Wochen so viele Bestellungen erhalten wie sonst in einem ganzen Monat. Der Grund: Kunden tauschen ihre Verbrenner gezielt gegen Elektrofahrzeuge, weil die Spritpreise steigen. Rund 40 Prozent der nach Asien importierten Ölmengen passieren die Straße von Hormus — die Preisempfindlichkeit der Region ist entsprechend hoch.
Thailand, Neuseeland und weitere südostasiatische Märkte melden Absatzsteigerungen von 20 Prozent und mehr, teils verbunden mit Lieferengpässen. Laos hat inzwischen die Zulassungsgebühren für Elektrofahrzeuge gesenkt und gleichzeitig jene für Verbrenner erhöht. „Höhere Ölpreise begünstigen immer den Übergang zur Elektromobilität“, sagte Albert Park, Chefökonom der Asiatischen Entwicklungsbank.
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Für BYD kommt der Nachfrageschub zum richtigen Zeitpunkt. Das Unternehmen hat 2022 die Produktion reiner Verbrenner eingestellt und 2025 erstmals mehr als 4,6 Millionen Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge verkauft — damit überholte BYD Ford und rangiert weltweit auf Platz sechs. Für 2026 peilt das Unternehmen 1,3 Millionen Auslandslieferungen an, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In China lockt BYD Käufer zusätzlich mit 18 Monaten kostenlosem Laden auf ausgewählten Modellen.
Schwieriger Heimatmarkt
Das starke Auslandsgeschäft kontrastiert mit einer deutlichen Schwäche im Heimatmarkt. In den ersten beiden Monaten des Jahres brach das kombinierte Absatzvolumen in China im Jahresvergleich um rund 36 Prozent ein. Belastet wird der Markt durch eine neue fünfprozentige Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge — zuvor waren diese von der regulären zehnprozentigen Steuer befreit.
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Leon Cheng, Leiter der Mobilitätspraxis beim Beratungsunternehmen YCP, ordnet die Lage nüchtern ein: „BYDs Vorsprung ist real, aber er schrumpft.“ Eine vollständige Trendwende erwartet er kurzfristig nicht, sieht aber den Marktanteil im Inland unter Druck. Gleichzeitig betont er, dass die Exportstrategie als Puffer wirkt: „BYDs Auslandsverkäufe haben 2025 erstmals die Millionen-Marke überschritten — ein Vorteil, den rein inländische Wettbewerber nicht replizieren können.“
Jahresergebnisse am 26. März
Am 26. März 2026 legt BYD seine Jahreszahlen vor. Anleger werden genau prüfen, ob das Auslandsmomentum die Schwäche im Heimatmarkt ausgleichen kann. Citigroup erwartet ab März kombinierte Absatzvolumina von 220.000 bis 250.000 Einheiten monatlich und verweist auf stabile Lagerbestände sowie neue Modelleinführungen als kurzfristige Treiber.
Die Aktie hat sich zuletzt deutlich erholt: Am 16. März legte das in Hongkong notierte Papier um 7,8 Prozent zu — der stärkste Tagesgewinn seit 13 Monaten. Zuvor war der Kurs von einem Hoch über 159 Hongkong-Dollar im Mai 2025 auf ein 52-Wochen-Tief von 88,50 Hongkong-Dollar am 4. Februar 2026 gefallen. Die Jahreszahlen nächste Woche werden zeigen, ob die Erholung fundamentale Grundlage hat.
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