BYD wagt sich auf politisches Terrain. Wenige Tage vor den Quartalszahlen klopft der chinesische Autobauer bei der europäischen Auto-Lobby ACEA an. Ein historischer Schritt. Als Mitglied hätte BYD direkten Einfluss in Brüssel.
Kampf gegen Zölle
Bislang dominieren europäische Hersteller den Verband. Ein Beitritt wäre ein Novum für einen chinesischen Konzern. Die strategische Logik dahinter ist klar. BYD kämpft in der EU mit zusätzlichen Importzöllen von 17 Prozent auf die regulären Abgaben.
Eine direkte Lobby-Präsenz in Brüssel käme da genau richtig. Parallel dazu forciert das Management den Aufbau einer lokalen Produktion in Europa. Das Ziel: Handelsbarrieren komplett umgehen.
Gespaltene Realität
Am 28. April legt der Vorstand die Zahlen für das erste Quartal vor. Die Daten offenbaren eine zweigeteilte Welt. Auf dem chinesischen Heimatmarkt brachen die Auslieferungen um 30 Prozent auf rund 700.000 Fahrzeuge ein.
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Es ist der siebte Quartalsrückgang in Folge. Bei reinen Elektroautos verlor BYD sogar die weltweite Krone an Tesla.
Ganz anders sieht es im Ausland aus. Exporte machten im ersten Quartal 40 Prozent der gesamten Verkäufe aus. Allein im März verschiffte der Konzern knapp 120.000 Fahrzeuge ins Ausland. Dieser Boom veranlasste das Management zu einer Korrektur. Das Exportziel für 2026 steigt auf 1,5 Millionen Autos.
Neue Märkte, neue Technik
Auch in Nordamerika fasst BYD Fuß. Ein neues Handelsabkommen zwischen Kanada und China senkte die Importzölle drastisch. Der Konzern plant nun 20 Autohäuser in Kanada bis zum Jahresende. In Großbritannien feierte die Marke im März mit über 15.000 verkauften Einheiten bereits einen neuen Absatzrekord.
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Technologisch rüstet der Autobauer ebenfalls auf. Nach milliardenschweren Forschungsausgaben präsentierte BYD im März eine neue Batteriegeneration samt Schnellladetechnik. In Europa sollen in den nächsten zwölf Monaten 3.000 ultraschnelle Ladestationen entstehen.
Analysten blicken mehrheitlich optimistisch auf die Aktie. Die Citigroup ruft ein Kursziel von 174 Hongkong-Dollar auf. Daiwa Securities senkte die Erwartung leicht auf 130 Dollar, rät aber weiter zum Kauf. Die schwache Inlandsnachfrage werde durch das internationale Geschäft aufgefangen.
Am 28. April müssen die Quartalszahlen genau diese These belegen. Liefert das Auslandsgeschäft nicht die erhoffte Dynamik, droht der Aktie ein harter Rückschlag.
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