Der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD fasst den Aufbau eigener Produktionskapazitäten für Batterien in Südamerika ins Auge. Das Unternehmen prüft derzeit Investitionen in die argentinische Lithium-Wertschöpfungskette, wobei der Schwerpunkt auf der Fertigung von Batteriezellen sowie auf Energiespeichersystemen liegt.
Vorstoß in die südamerikanische Rohstoffkette
Entsprechende Pläne erörterte Executive Vice President Stella Li gestern bei einem Treffen mit dem argentinischen Außenminister Pablo Quirno. Konkrete Investitionssummen oder ein designierter Standort für ein mögliches Werk wurden bei den Gesprächen nicht genannt. Für den Konzern markiert der Schritt den Versuch, den direkten Zugriff auf wichtige Batterierohstoffe mit industrieller Weiterverarbeitung vor Ort zu verknüpfen.
In Argentinien hatte der Hersteller zuletzt an Präsenz gewonnen. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, wurden im ersten Jahr nach dem offiziellen Marktstart mehr als 10.000 Fahrzeuge in dem südamerikanischen Land abgesetzt. Parallel dazu baute der Konzern ein Vertriebsnetz mit über 20 offiziellen Verkaufsstandorten auf.
Strategischer Ausgleich zu Handelsbarrieren
Die Suche nach neuen Standorten fügt sich in die veränderte internationale Ausrichtung des Konzerns ein. Während der Ausbau in Schwellenländern und Europa forciert wird, meidet das Management andere Großmärkte.
Li verwies gestern darauf, dass geopolitische Spannungen die größte Hürde für die weltweite Expansion darstellen. Aus diesem Grund verzichtet das Unternehmen vorerst auf den Verkauf von Pkw in den Vereinigten Staaten, da es dort an Stabilität und Klarheit fehle.
Vor gut einer Woche hatte zudem JPMorgan die Einstufung für den Titel von Overweight auf Neutral gesenkt und das Kursziel von 124 HK$ auf 88 HK$ zurückgenommen. Die Analysten begründeten den Schritt mit einer erwarteten Branchenflaute in China, steigenden Vorleistungskosten sowie internationalen Handelsbarrieren.
Europäische Termine und schwache Kursentwicklung
Im europäischen Raum treibt der Konzern seine Modelloffensive ungeachtet dessen voran. Am 12. Oktober 2026 plant das Management auf dem Pariser Autosalon eine Pressekonferenz sowie die Enthüllung eines neuen Fahrzeugmodells.
Der Heimatmarkt blieb hingegen herausfordernd: Zwar meldete der Konzern für September einen weltweiten Absatz von 463.561 Fahrzeugen mit alternativem Antrieb, doch im Zeitraum von Januar bis September lagen die Verkäufe mit gut 3,13 Millionen Einheiten um 3,94 Prozent unter dem Vorjahreswert.
An den Finanzmärkten sorgten die Expansionspläne gestern für wenig Entlastung. Im Handel ging das Papier mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 8,30 Euro aus dem Donnerstag. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Rückgang von 22 Prozent.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 9. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

