BYD Aktie: Raus aus dem Preiskampf

Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD verzeichnet erstmals seit 2021 einen Gewinnrückgang. Als Gegenstrategie forciert das Unternehmen den Export und setzt auf eine neue Schnellladetechnologie.

BYD Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn 2025 um 19 Prozent gesunken
  • Exportziel von 1,3 Millionen Fahrzeugen für 2026
  • Neue 5-Minuten-Schnellladetechnologie vorgestellt
  • Mehr als 50 Prozent Exportanteil bis 2030 geplant

Der chinesische Elektroauto-Gigant BYD spürt den Gegenwind auf dem Heimatmarkt deutlich. Ein harter Preiskampf drückte den Gewinn im vergangenen Jahr erstmals seit 2021 wieder nach unten. Um dieser Abwärtsspirale zu entkommen, forciert der Konzern nun massiv seine internationale Expansion und bringt gleichzeitig eine neue Schnellladetechnologie in Stellung.

Schrumpfende Margen in China

Die Bilanz für das Jahr 2025 zeigt Risse in der bisherigen Wachstumsgeschichte. Der Nettogewinn fiel um 19 Prozent auf 32,62 Milliarden Yuan. Gleichzeitig stieg der Umsatz nur noch leicht um 3,46 Prozent auf knapp 804 Milliarden Yuan. Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem der intensive Wettbewerb in China, der die Margen der Autobauer durch ständige Preissenkungen spürbar belastet, gepaart mit einer allgemeinen Abkühlung der Verkaufsdynamik.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?

Neue Märkte im Visier

Als Reaktion verlagert das Management den Fokus zunehmend ins Ausland. Bereits 2025 durchbrach BYD die Marke von einer Million exportierten Fahrzeugen und verzeichnete damit einen Anstieg um das 1,4-Fache gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen 1,3 Millionen Einheiten an.

Wie diese Strategie in der Praxis aussieht, zeigte sich diese Woche an zwei Fronten. In Thailand präsentierte der Autobauer auf der Bangkok International Motor Show gleich vier neue Modelle, um verschiedene Kundensegmente vom Stadtpendler bis zum SUV-Käufer abzudecken. Parallel dazu fließen rund 300 Millionen brasilianische Real in ein neues Entwicklungs- und Testzentrum in Rio de Janeiro, das als Basis für den lateinamerikanischen Markt dienen soll.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?

Technologie als Türöffner

Neben der reinen physischen Präsenz soll ein technischer Vorsprung die internationalen Marktanteile sichern. Die kürzlich vorgestellte zweite Generation der Blade-Batterie samt neuer Schnellladetechnik ermöglicht es, Fahrzeuge in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent aufzuladen. Eine Vollladung auf 97 Prozent dauert lediglich neun Minuten.

Diese Ladeleistung wird in kommende Modelle wie den 2026er Song Ultra EV integriert und dürfte ein zentrales Verkaufsargument auf dem Weltmarkt werden. Bis Ende dieses Jahres plant BYD zudem den Aufbau von 20.000 entsprechenden Schnellladestationen in China. Die langfristige Marschroute des Managements ist dabei klar definiert: Bis zum Jahr 2030 soll mehr als die Hälfte aller verkauften BYD-Fahrzeuge außerhalb des Heimatmarktes abgesetzt werden.

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BYD

BYD Jahresrendite