Die Aktie von BYD schloss am Freitag bei einem Kurs von 8,39 Euro. Das entspricht einem Tagesverlust von 2,4 Prozent für den chinesischen Hersteller. Der Rückgang vollzog sich im Einklang mit der allgemeinen Schwäche von in Hongkong notierten Elektrofahrzeug-Produzenten.
Ausschlaggebend für die gedrückte Stimmung im Sektor waren Berichte über eine hinter den Erwartungen zurückgebliebene Nachfrage im September. Dieser Monat gilt auf dem chinesischen Heimatmarkt traditionell als verkaufsstarke Phase. Belastend wirkten im Handelsverlauf von Hongkong zudem steigende Renditen langfristiger US-Staatsanleihen sowie das Ausbleiben von Festland-Investoren infolge der laufenden Feiertage.
Gemischte Bilanz bei den Absatzzahlen
Am Donnerstag hatte das Unternehmen die operativen Kennziffern für den abgelaufenen Monat veröffentlicht. Demnach lieferte der Konzern im September 463.561 Fahrzeuge mit alternativer Antriebstechnik aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies eine Steigerung um 16,98 Prozent sowie den bisherigen Höchststand für einen Einzelmonat im laufenden Kalenderjahr.
Das internationale Geschäft trieb die Dynamik maßgeblich an. Bei den Auslieferungen von Personenkraftwagen und Pick-ups in Überseemärkte verzeichnete der Konzern einen Zuwachs von 153,9 Prozent auf 179.877 Einheiten.
Auf Sicht der gesamten ersten neun Monate zeigt sich die Nachfrageentwicklung hingegen verhaltener. Zwischen Januar und September summierte sich der Absatz auf 3.131.576 Fahrzeuge. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang um 3,9 Prozent, was die verhaltende Resonanz am Markt unterstreicht.
Softwareproblem in Australien bestätigt
Zu den marktweiten Faktoren gesellten sich operative Hürden auf einzelnen Exportmärkten. Am Donnerstag bestätigte der australische Ableger des Unternehmens eine Softwareschwachstelle beim Pick-up-Modell Shark 6. Der Fehler im Infotainmentsystem ermöglichte einen unbefugten Zugriff über die Android Debug Bridge und die Installation nicht vertrauenswürdiger Anwendungen.
Das Unternehmen erklärte, die Sicherheitslücke schließen zu wollen. Nach Abschluss der erforderlichen Validierung soll das Problem über eine drahtlose Aktualisierung behoben werden. Auf Wochensicht summiert sich der Kursverlust der Aktie auf 4,7 Prozent, womit der Titel den jüngsten Abwärtstrend fortsetzt.
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