700.463 verkaufte Elektrofahrzeuge in einem einzigen Quartal — und trotzdem steht BYD unter Druck. Die Q1-Zahlen für 2026 zeigen ein Unternehmen im Wandel: Rekordvolumen auf der einen Seite, schrumpfende Margen und ein verlorener Titel auf der anderen.
Im reinen Batterieelektro-Segment hat Tesla BYD wieder überholt. Mit 358.023 Auslieferungen lag der US-Hersteller klar vor BYDs 310.389 rein elektrischen Fahrzeugen. BYD dominiert zwar weiterhin den Gesamtmarkt für Elektro- und Hybridfahrzeuge — doch der Verlust der BEV-Spitzenposition fällt in eine ohnehin schwierige Phase.
Subventionswechsel trifft den Heimatmarkt
Der Grund für den Gegenwind liegt in Peking. Seit dem 1. Januar 2026 gilt in China eine fünfprozentige Kaufsteuer auf Elektrofahrzeuge unter 300.000 Yuan — ein Ende der jahrelangen Steuerbefreiung, die den Markt maßgeblich angetrieben hatte. Die Folgen waren spürbar: In den ersten beiden Monaten des Jahres brachen die Inlandslieferungen um 58 Prozent ein. Im März erholten sich die Verkäufe zwar auf über 300.000 Einheiten, doch der Schaden im Gesamtquartal ist bereits eingepreist.
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Auch die Jahreszahlen für 2025 spiegeln den Druck wider. Der Nettogewinn sank um 19 Prozent auf 32,6 Milliarden Yuan — der erste Gewinnrückgang seit vier Jahren. Der Umsatz kletterte hingegen auf einen Rekordwert von 804 Milliarden Yuan, gestützt durch ein Auslandsgeschäft, das im Vorjahr um 151 Prozent zulegte.
Flash-Charging als Antwort auf den Wettbewerb
Um die Schwäche im Inland zu kompensieren, setzt BYD auf neue Modelle und Ladetechnologie. Am 2. April wurden der Seal 06 GT und der Seal 06 DM-i Kombi vorgestellt — beide ausgestattet mit der zweiten Generation der Blade-Batterie und einem „Flash Charging“-System, das in fünf Minuten von zehn auf 70 Prozent lädt. Der Hybrid-Kombi startet bei 111.900 Yuan, das rein elektrische GT-Modell bei 128.900 Yuan.
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Parallel dazu baut BYD sein Ladenetz aus. Aktuell sind 5.000 Schnellladestationen in 297 Städten in Betrieb. Bis Ende 2026 soll das Netz auf 20.000 Stationen wachsen, darunter 2.000 Standorte entlang von Autobahnen im 100-Kilometer-Takt.
Bewertung und Ausblick
Zum 4. April liegt der Aktienkurs bei 103,9 Hongkong-Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25,6x liegt unter dem Branchendurchschnitt vergleichbarer Wettbewerber (38,8x), aber über dem allgemeinen Industrieschnitt von 16,9x. Analysten verweisen auf die laufende Lokalisierungsstrategie in Ungarn, Brasilien und Thailand als Mittel, um Handelsbarrieren zu umgehen und die Abhängigkeit vom chinesischen Heimatmarkt zu reduzieren. Ob das Auslandsgeschäft die Margenschwäche im Inland vollständig ausgleichen kann, wird sich spätestens mit den Halbjahreszahlen zeigen.
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