BYD kämpft an zwei Fronten gleichzeitig. Der chinesische Elektroautohersteller hat seinen Exportziel für 2026 auf 1,5 Millionen Fahrzeuge angehoben — und streicht zugleich rund 100.000 Stellen. Hinter diesem Widerspruch steckt eine klare Logik: Der Heimatmarkt drückt die Margen, das Ausland soll die Lücke schließen.
Gewinnrückgang zwingt zum Umbau
Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 sind eindeutig. Der Nettogewinn fiel um 19 Prozent auf 32,62 Milliarden Yuan — der erste Jahresrückgang seit vier Jahren. Besonders das vierte Quartal war schwach: Das Nettoergebnis brach um 38 Prozent auf 9,3 Milliarden Yuan ein. Der Umsatz wuchs zwar um 3,5 Prozent auf 803,96 Milliarden Yuan, blieb damit aber hinter den Markterwartungen zurück.
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Die Nettomarge sank von 5,2 auf 4,1 Prozent. Ursache ist der aggressive Preiskampf im chinesischen Inlandsmarkt, den das Management selbst als brutale „Knockout-Phase“ beschreibt. Als Reaktion darauf werden rund zehn Prozent der Belegschaft abgebaut — bei einem Konzern dieser Größe eine erhebliche Maßnahme.
Technologie als Hebel im Ausland
Das angehobene Exportziel von 1,3 auf 1,5 Millionen Einheiten ist kein Wunschdenken: 2025 überschritt BYD erstmals die Marke von einer Million Auslandslieferungen. Für 2026 setzt das Unternehmen auf neue Technologien als Differenzierungsmerkmal. Die zweite Generation der Blade-Batterie sowie die Flash-Charging-Technologie — die in fünf Minuten eine Ladung von 70 Prozent ermöglicht — sollen vor allem in Europa und Südostasien punkten. Das neue Modell Song Ultra EV verzeichnete in den ersten 72 Stunden nach Markteinführung durchschnittlich 15 Bestellungen pro Händler.
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Hürden in Europa und Südostasien
Der internationale Wachstumskurs ist allerdings nicht ohne Reibung. Das Werk im ungarischen Szeged, das kürzlich den Probebetrieb aufgenommen hat, steht wegen Vorwürfen überlanger Arbeitszeiten und einbehaltener Löhne für Wanderarbeiter unter Beobachtung von Arbeitnehmerrechtsorganisationen. In Malaysia wurden BYDs vorläufiger Fertigungslizenz für das Werk in Tanjung Malim neue Auflagen hinzugefügt — Teil einer breiteren Lokalisierungspolitik für Automobilinvestitionen.
BYD muss also nicht nur liefern, sondern auch regulatorische und reputationsbezogene Risiken in seinen wichtigsten Wachstumsmärkten managen. Ob die Exportoffensive die sinkenden Inlandsmargen kompensieren kann, hängt davon ab, wie schnell das Unternehmen diese Hürden überwindet — und ob die neuen Technologien tatsächlich die Nachfrage in Europa ankurbeln.
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