Trotz der schwächsten Verkaufszahlen seit sechs Jahren verzeichnet die BYD-Aktie überraschende Gewinne. Der chinesische Autogigant kündigte für den 5. März eine Präsentation für „disruptive Technologien“ an, was Anleger die aktuelle operative Schwäche vorerst ignorieren lässt. Während das Inlandsgeschäft massiv unter Druck steht, vollzieht sich bei den Exporten eine historische Verschiebung.
Hoffnung schlägt harte Fakten
Die Reaktion an den Märkten fiel am Montag eindeutig aus: Die in Shenzhen notierten Papiere sprangen um 8,4 Prozent nach oben – der größte Tagesgewinn seit einem Jahr. Auch in Hongkong legte der Kurs um 4 Prozent zu. Auslöser war eine Ankündigung via WeChat, in der BYD neue technologische Durchbrüche in Aussicht stellte.
Bemerkenswert ist das Timing dieser Nachricht. Sie erfolgte nur Stunden nach der Veröffentlichung enttäuschender Monatsdaten. Marktteilnehmer gewichten die Fantasie um neue Batterien und Ladesysteme derzeit offensichtlich stärker als die realen Absatzprobleme im Februar.
Einbruch im Heimatmarkt
Fundamental stellt sich die Lage im Kerngeschäft schwierig dar. Im Februar brachen die weltweiten Verkäufe um 41,1 Prozent auf 190.190 Fahrzeuge ein. Das ist der sechste Rückgang in Folge und das größte Minus seit dem Pandemie-Beginn im Februar 2020. Besonders betroffen waren reine Elektroautos (BEVs) mit einem Rückgang von über 36 Prozent.
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Verantwortlich hierfür waren neben dem langen chinesischen Neujahrsfest, das die Produktion fast zum Stillstand brachte, auch reduzierte Steuervergünstigungen. Statt sich auf ruinöse Preiskämpfe einzulassen, steuert BYD nun mit extrem langen Finanzierungslaufzeiten von bis zu sieben Jahren gegen, um die Hürden für Autokäufer zu senken.
Historische Wende beim Export
Ein Lichtblick zeigt sich im internationalen Geschäft. Erstmals in der Unternehmensgeschichte übertrafen die Exporte die Auslieferungen im Inland. Während der chinesische Markt schwächelte, gingen im Februar 100.600 Fahrzeuge ins Ausland – ein Anstieg von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Diese Entwicklung deutet auf den Erfolg der aggressiven Expansionsstrategie hin. Bereits im Januar konnte BYD in der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten Tesla bei den Neuzulassungen überholen, da die Anmeldungen des US-Konkurrenten deutlich zurückgingen.
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Die Technologie-Offensive
Der Fokus der Anleger richtet sich nun voll auf den 5. März. Branchenberichte erwarten die Vorstellung von vier Kerntechnologien, die das Ruder herumreißen sollen:
- Ladeinfrastruktur: Ein neues „Megawatt Flash Charging“-System mit bis zu 2.100 kW Leistung (laut Deutsche Bank Analysten).
- Blade Battery 2.0: Eine neue Zellgeneration mit höherer Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg.
- Intelligentes Fahren: Das Update „DiPilot 5.0“, das mittels KI-gestützter Sensorfusion zu führenden Systemen aufschließen soll.
Zusätzlich werden neue Fahrzeugmodelle erwartet, darunter der Flaggschiff-SUV „Datang“ und der aktualisierte Denza Z9 GT, der eine Reichweite von über 1.000 Kilometern bieten soll.
Ausblick: Produktionsstart in Europa naht
Die Deutsche Bank prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 eine Erholung des Absatzes auf 4,9 Millionen Einheiten, getrieben durch die kommende Technologiegeneration. Konkret wird die globale Strategie im zweiten Quartal, wenn das ungarische Werk die Produktion aufnimmt. Zusammen mit Fabriken in Thailand, Usbekistan und Brasilien baut BYD Kapazitäten für 300.000 weitere Fahrzeuge pro Jahr auf. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Nachfrageschwäche in China dauerhaft zu kompensieren, wird sich in den Verkaufszahlen der kommenden Monate zeigen müssen.
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