Die Papiere des chinesischen Elektroauto-Riesen legen zu, obwohl das Unternehmen für Februar den stärksten Absatzrückgang seit Beginn der Pandemie meldete. Während das Inlandsgeschäft schwächelt, sorgt ein historischer Meilenstein im Exportgeschäft für Aufsehen. Doch Anleger blicken vor allem auf diesen Donnerstag: Kann die angekündigte „disruptive Technologie“ die Wachstumsstory neu entfachen?
Saisonaler Effekt belastet Zahlen
Auf den ersten Blick wirken die Daten alarmierend: BYD verzeichnete im Februar einen Einbruch der Verkaufszahlen um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt setzte der Konzern 190.190 Fahrzeuge ab. Besonders hart traf es das Segment der Plug-in-Hybride (PHEV) mit einem Minus von 44 Prozent, während reine Elektroautos (BEV) um 36 Prozent auf gut 79.500 Einheiten nachgaben.
Dieser sechste monatliche Rückgang in Folge bedarf jedoch einer Einordnung. Verantwortlich ist primär das chinesische Neujahrsfest, das in diesem Jahr Mitte Februar stattfand und Produktion sowie Handel weitgehend lahmlegte. Im Jahr 2025 fiel dieser Feiertag noch in den Januar, was den direkten Vorjahresvergleich verzerrt. Zusätzlich dämpfen eine fünfprozentige Kaufsteuer sowie das Auslaufen früherer Fördermaßnahmen die Nachfrage im chinesischen Automarkt.
Historische Wende im Export
Hinter den schwachen Gesamtzahlen verbirgt sich eine signifikante strukturelle Verschiebung. Während der Absatz in China stockte, übertrafen die Ausfuhren ins Ausland im Februar erstmals in der Unternehmensgeschichte die Auslieferungen im Heimatmarkt.
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Mit 100.600 exportierten Fahrzeugen knackte BYD zum vierten Mal in Folge die 100.000er-Marke im Auslandsgeschäft. Dies entspricht einem Zuwachs von über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders Europa entwickelt sich zum Wachstumstreiber: Im Januar verdreifachten sich die Neuzulassungen in der EU und Großbritannien auf über 18.000 Einheiten, womit BYD in diesem Monat sogar Tesla überholte. Das Analysehaus Jefferies prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 ein Exportvolumen von 1,5 Millionen Fahrzeugen.
Tech-Event am Donnerstag
Die aktuelle Kursstärke resultiert maßgeblich aus den Erwartungen an den „Tech Day“ am 5. März. BYD kündigte über WeChat die Vorstellung einer „disruptiven Technologie“ in der Zentrale in Shenzhen an. Marktbeobachter rechnen mit der Enthüllung der nächsten Generation der „Flash Charging“-Infrastruktur.
Diese Technologie soll Ladeleistungen von bis zu 1.500 Kilowatt (kW) ermöglichen. Damit ließe sich in nur fünf Minuten Reichweite für 400 Kilometer nachladen – ein direkter Angriff auf das Problem der Reichweitenangst. Passend dazu plant das Unternehmen den Aufbau von 4.000 dieser Ultra-Schnellladestationen in China und rund 3.000 in Europa bis Ende 2026.
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Neben der Ladeinfrastruktur werden konkrete Produktneuheiten erwartet, darunter der Marktstart der Limousine Seal 07 EV und des Premium-Modells Denza Z9 GT. Letzterer soll laut Herstellerangaben eine Reichweite von über 1.000 Kilometern (nach CLTC-Standard) bieten.
Kreditlaufzeit statt Preiskampf
Um der schwachen Inlandsnachfrage ohne ruinöse Preisschlachten zu begegnen, setzt BYD verstärkt auf Finanzierungsinstrumente. Da die chinesischen Regulierungsbehörden direkte Preiskriege kritisch sehen, bietet der Konzern nun extrem langlaufende Autokredite mit Laufzeiten von bis zu sieben Jahren an. Dieser Schritt senkt die monatliche Belastung für Käufer, schützt aber gleichzeitig die Margen des Unternehmens besser als direkte Rabatte.
Entscheidende Impulse erwartet
Nach dem schwachen Februar steht BYD vor einer richtungsweisenden Woche. Die Präsentation am Donnerstag in Shenzhen muss liefern, um die jüngsten operativen Dellen als temporären, feiertagsbedingten Effekt einzuordnen. Gelingt es dem Management, mit der neuen Ladetechnologie und den Premium-Modellen zu überzeugen, könnte dies den Fokus der Investoren nachhaltig von den aktuellen Absatzzahlen auf das zukünftige Wachstumspotenzial lenken.
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