Der chinesische Elektroauto-Gigant BYD liefert derzeit ein Bild extremer Gegensätze. Während das Exportgeschäft von einem Rekord zum nächsten eilt, schlagen Analysten der Citigroup für den Heimatmarkt Alarm. Das inländische Autogeschäft könnte im ersten Quartal 2026 erstmals in die Verlustzone gerutscht sein.
Preiskampf fordert seinen Tribut
Verantwortlich für die düsteren Prognosen ist ein zunehmend schwieriges Marktumfeld in China. Ein unerbittlicher Preiskampf drückt die Margen, die bereits im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit drei Jahren fielen. Erschwerend kommen neue Subventionsregeln der Regierung hinzu. Plug-in-Hybride benötigen nun eine elektrische Mindestreichweite von 100 Kilometern, um gefördert zu werden. Das bremst den Verkauf von Einstiegsmodellen spürbar aus.
Die Folge dieser Entwicklung zeigt sich deutlich in den Verkaufszahlen. Der inländische Marktanteil von BYD hat sich von 14,4 Prozent im Jahr 2024 auf nur noch 7,1 Prozent in den ersten beiden Monaten 2026 halbiert. Weltweit sanken die Auslieferungen im ersten Quartal um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was bereits den siebten monatlichen Rückgang in Folge markiert.
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Flucht in den Export
Um diese inländische Schwäche auszugleichen, forciert das Management die internationale Expansion. Im Februar übertrafen die Auslandsauslieferungen mit einem Anteil von über 52 Prozent erstmals die Inlandsverkäufe. Das internationale Geschäft entwickelt sich damit zur einzigen hochprofitablen Lebensader des Konzerns. Entsprechend ehrgeizig fallen die neuen Ziele aus: Für das laufende Jahr peilt BYD nun 1,5 Millionen exportierte Fahrzeuge an, was 15 Prozent über der ursprünglichen Januar-Prognose liegt.
Um hohe Zölle in Europa und den USA zu umgehen, baut das Unternehmen seine lokale Produktion rasant aus. Bereits in diesem Monat sollen neue Werke in Ungarn und Indonesien die Massenfertigung aufnehmen.
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Gespaltene Analysten
Angesichts dieser extremen Zweiteilung zwischen einem schwächelnden Heimatmarkt und boomenden Exporten zeigt sich die Wall Street uneins. Die jüngsten Einschätzungen der Analysten fallen entsprechend unterschiedlich aus:
- BOCOM International: Bestätigt die Kaufempfehlung und hebt das Kursziel auf 138,53 Hongkong-Dollar an.
- Bank of China: Hält an der Verkaufsempfehlung für die Aktie fest.
- China Merchants Securities & Daiwa: Belassen ihre Einstufung jeweils auf „Kaufen“.
Das zweite Quartal muss nun beweisen, ob die rasant skalierende Auslandsexpansion ausreicht, um die strukturellen Probleme in China zu kompensieren. Mit den anlaufenden Produktionsstarts in Europa und Südostasien schafft BYD derzeit die operativen Voraussetzungen, um bestehende Zollbarrieren zu umgehen und die Margen im wichtigen Exportgeschäft abzusichern.
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