BYD Aktie: Weltpremiere trifft Zahltag

BYD startet mit neuen Modellen auf der Pekinger Automesse, während die Quartalszahlen ein starkes Exportwachstum bei gleichzeitiger Schwäche im chinesischen Heimatmarkt zeigen.

BYD Aktie
Kurz & knapp:
  • Sealion 08 als neues Flaggschiff auf der Messe
  • Exporte machen 40 Prozent der Fahrzeugverkäufe aus
  • Ausbau des globalen Schnellladenetzes geplant
  • Analysten halten an Kaufempfehlungen fest

Peking, Quartalsergebnisse, Exportrekord — BYD erlebt in dieser Woche eine Verdichtung von Ereignissen, die selten so eng zusammenfallen. Ab dem 24. April öffnet die Pekinger Automesse ihre Tore, vier Tage später tagt der Vorstand zur Freigabe der Q1-Zahlen. Für Anleger bedeutet das: wenig Wartezeit, viel Substanz.

Sealion 08 als Messemagnet

Das wichtigste Fahrzeug-Debüt in Peking ist der Sealion 08 — das neue Flaggschiff der Ocean-Reihe. Der über fünf Meter lange SUV mit mehr als drei Metern Radstand zielt direkt auf den hart umkämpften Preisbereich zwischen 200.000 und 300.000 Yuan, wo Li Auto mit seiner L-Serie dominiert. BYD setzt dagegen auf Hecklenkunng, Schnellladen und fortschrittliche Fahrautomatik.

Die rein elektrische Variante soll mit der zweiten Generation der Blade-Batterie und Schnellladetechnik ausgestattet sein — Reichweite von über 1.000 Kilometern inklusive. Parallel dazu ist eine Plug-in-Hybrid-Version geplant. Gemeinsam mit dem Seal 08 bildet der Sealion 08 ein sogenanntes „8er-Doppelflaggschiff“.

Großes SUV, großes Preisschild

Abseits der Messebühne läuft bereits der Vorverkauf des Great Tang. Der über 5,3 Meter lange Siebensitzer mit 3.130 Millimeter Radstand ist das bislang größte Modell unter dem BYD-Markendach und soll in Peking offiziell mit Preisen versehen werden. Händler nehmen bereits Blindbestellungen entgegen — in mindestens vier Konfigurationen, darunter Heck- und Allradantrieb.

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Exportmotor läuft, Heimmarkt schwächelt

Am 28. April tagt der Vorstand in Shenzhen, um die ungeprüften Q1-Ergebnisse zu genehmigen. Das Zahlenwerk dürfte ein bekanntes Muster zeigen: starkes Auslandsgeschäft, schwächelndes Inland.

Im März verschiffte BYD knapp 120.000 Pkw und Pickups ins Ausland — ein Plus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Exporte machten im ersten Quartal 40 Prozent der Fahrzeugverkäufe aus. Das Exportziel für das Gesamtjahr hat das Management auf 1,5 Millionen Fahrzeuge angehoben.

Der Inlandsmarkt erzählt eine andere Geschichte. Die März-Verkäufe erholten sich zwar auf über 300.000 Einheiten — ein Plus von fast 58 Prozent gegenüber Februar —, lagen aber gut 20 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Abkühlung des chinesischen EV-Marktes ist real.

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Infrastruktur als Wachstumshebel

Flankiert wird die Produktoffensive durch den Ausbau des Schnellladenetzes. BYD plant bis Jahresende 20.000 Flash-Charging-Stationen in China — und 6.000 weitere im Ausland, davon 3.000 allein in Europa. In Kooperation mit KFC entstehen in China sogenannte „9-Minuten-Drive-through“-Bereiche, die das Laden auf die Zeit eines Fast-Food-Stopps reduzieren sollen.

Daiwa Securities hat das Kursziel für die H-Aktie leicht gesenkt, hält aber an der Kaufempfehlung fest und verweist auf das bessere internationale Geschäft als Ausgleich für die Schwäche im Heimmarkt. Citigroup bleibt ebenfalls bei „Buy“ — mit dem höchsten Kursziel unter den zitierten Häusern.

Die Q1-Zahlen vom 28. April werden zeigen, ob das Exportwachstum stark genug ist, um die Margendruck-Effekte aus dem Inlandspreiskampf zu kompensieren.

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