Am 28. April öffnet BYD die Bücher — und die Erwartungen könnten kaum widersprüchlicher sein. Der chinesische Elektrofahrzeugriese steckt in einer tiefen Zweiteilung: Zuhause bricht der Markt weg, im Ausland läuft das Geschäft wie selten zuvor.
Heimmarkt unter Druck, Export auf Rekordkurs
Das erste Quartal 2026 zeichnet ein klares Bild. Die China-Auslieferungen brachen um 30 Prozent ein, während die Exportzahlen um 65 Prozent zulegten. Besonders schmerzhaft: Die reinen Batterie-Elektrofahrzeuge (BEV) lieferte BYD rund 25 Prozent weniger aus als im Vorjahreszeitraum — genug, damit Tesla mit 358.023 Auslieferungen den Titel des weltgrößten BEV-Herstellers zurückerobert.
Im März allein fielen die Inlandsverkäufe um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat — der siebte Rückgang in Folge. Der brutale Preiskampf im Heimmarkt hinterlässt Spuren: Für das Gesamtjahr 2025 meldete BYD den ersten Gewinnrückgang seit 2021, der Nettogewinn sank um 19 Prozent.
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Export als Gegengewicht
International läuft es deutlich besser. Im Vereinigten Königreich registrierte BYD im ersten Quartal 21.337 Neuzulassungen — ein Rekord mit knapp vier Prozent Marktanteil. Das Management reagierte und hob das globale Exportziel für 2026 auf 1,5 Millionen Fahrzeuge an. Exporte machten bereits 40 Prozent des Gesamtabsatzes im ersten Quartal aus.
Kanada entwickelt sich zum neuen Wachstumsmarkt. Ein Abkommen Anfang 2026 senkte die Importzölle für chinesische Elektroautos von 100 auf 6,1 Prozent. BYD plant rund 20 Händlerbetriebe bis Jahresende, erste Standorte im Großraum Toronto werden verhandelt. Ein Importdeckel begrenzt alle chinesischen Hersteller zusammen auf 49.000 Fahrzeuge im ersten Jahr.
Meilenstein und Milliarden für die Zukunft
Am 17. April rollte das 16-millionste Elektrofahrzeug vom Band — ein DENZA D9 im Changsha-Werk. Von zehn auf sechzehn Millionen Fahrzeuge brauchte BYD weniger als zwei Jahre. Parallel investierte das Unternehmen allein 2025 rund 63 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung, die kumulierten Ausgaben überschreiten inzwischen 240 Milliarden Yuan.
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Beim Ladeinfrastrukturausbau setzt BYD ebenfalls auf Tempo: 20.000 Schnellladestationen in China bis Ende 2026, in Europa 3.000 „Flash Charging“-Stationen mit bis zu 1.500 kW Leistung innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Analysten bleiben konstruktiv
Daiwa Securities hält an der Kaufempfehlung fest, kürzte das Kursziel für die H-Aktie jedoch leicht auf 130 Hongkong-Dollar — mit Verweis auf die schwache Inlandsnachfrage. Citigroup bleibt optimistischer und bestätigt sein Kaufvotum mit einem Ziel von 174 Hongkong-Dollar. Die Aktie notierte zuletzt bei 109,60 Hongkong-Dollar, rund 14 Prozent über dem Niveau des Vormonats.
Am 28. April wird sich zeigen, wie stark das Exportwachstum die Margenbelastung im Heimmarkt tatsächlich abfedert — und ob BYD die Erwartungen an sein internationales Geschäft in bare Zahlen übersetzen kann.
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