Die Aktie von BYD verzeichnete am Freitag einen Rückgang von 2,4 Prozent auf 8,39 Euro. Der Titel geriet dabei im Zuge einer allgemeinen Schwäche an den asiatischen Handelsplätzen unter Abgabedruck.
Medienberichten und Angaben der Nachrichtenagentur Reuters zufolge belasteten sprunghaft gestiegene Renditen von US-Staatsanleihen sowie anziehende Ölpreise die Risikobereitschaft der Anleger in Hongkong. Ein unternehmensspezifischer Auslöser für das Minus lag nicht vor.
Auslandsexporte stützen Absatzentwicklung
Die fundamentalen Rahmenbedingungen für den Konzern bleiben zweigeteilt. Für September meldete BYD insgesamt 463.561 verkaufte Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, was einem Anstieg von 16,98 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Diese Zuwächse speisen sich vor allem aus dem internationalen Geschäft. Laut Reuters kletterten die Übersee-Auslieferungen von Pkw und Pick-ups im September um 153,9 Prozent auf 179.877 Einheiten.
Auf dem chinesischen Heimatmarkt stellt sich die Situation indessen verhaltener dar. Über die ersten neun Monate des laufenden Jahres summieren sich die weltweiten Auslieferungen auf 3.131.576 Einheiten, womit das Absatzvolumen um 3,94 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegt.
Zudem nimmt der technologische Wettbewerb unter den chinesischen Herstellern zu, da Konkurrenten wie Geely mit neuen Systemen für verkürzte Ladezeiten auf den Markt drängen.
Gegenwind durch Analysten und neue Modellstarts
Die anhaltenden Herausforderungen im Automobilsektor spiegeln sich auch in den jüngsten Einschätzungen der Analysten wider. JPMorgan stufte die Aktie am 30. September von „Overweight“ auf „Neutral“ herab und senkte das Kursziel von 124 HK$ auf 88 HK$. Als Belastungsfaktoren führte das Analysehaus die verhaltene Inlandsnachfrage in China, gestiegene Beschaffungskosten, regulatorische Unsicherheiten sowie Handelsbarrieren im Auslandsgeschäft an.
Trotz des schwierigen Marktumfelds treibt der Konzern die Erweiterung seiner Modellpalette voran. Mit dem Da Han lief das zehnmillionste Fahrzeug der Dynasty-Reihe vom Band, dessen offizielle Markteinführung für den 13. Oktober terminiert ist. Nach den jüngsten Kursverlusten notiert das Papier an den Märkten nur noch rund 4,5 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 8,03 Euro.
Stand heute, 3. Oktober: BYD – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in BYD investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 3. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

