BYD erlebt im März 2026 eine scharfe Spaltung: Rekordexporte auf der einen Seite, ein massiver Einbruch im Heimatmarkt auf der anderen. Ende des Monats folgen die Jahreszahlen für 2025 – und die werden zeigen, wie gut das Unternehmen diese Gegensätze ausbalanciert.
Heimatmarkt unter Druck
Die Februarzahlen zeichnen ein klares Bild. Der globale Absatz fiel um 41 Prozent auf rund 190.000 Fahrzeuge – der stärkste Rückgang seit sechs Jahren und bereits der sechste Monat in Folge mit sinkenden Verkaufszahlen. Bereinigt um die saisonalen Effekte des chinesischen Neujahrsfests lagen die kombinierten Januar- und Februarverkäufe rund 36 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Zwei Faktoren belasten das China-Geschäft besonders: Zum Jahresbeginn trat eine neue fünfprozentige Steuer auf Elektrofahrzeuge in Kraft, gleichzeitig liefen bisherige Subventionsprogramme aus. Hinzu kommt wachsender Wettbewerbsdruck. Geely und Leapmotor gewinnen im mittleren Preissegment Marktanteile, das traditionell BYDs Kerngeschäft war. Der Marktanteil in China sank von 35 Prozent im Jahr 2023 auf 29 Prozent in den ersten elf Monaten 2025.
Technologieoffensive als Antwort
Auf einem eigenen Technologieevent in Shenzhen präsentierte BYD zwei wesentliche Neuerungen. Die „Blade Battery 2.0″ bietet fünf Prozent mehr Energiedichte als das Vorgängermodell und soll in fünf Minuten von zehn auf 70 Prozent laden – das erste größere Update der Plattform seit sechs Jahren. In Premiummodellen wie dem Denza Z9GT ermöglicht die höhere Zelldichte eine Reichweite von über 1.000 Kilometern.
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Parallel dazu stellte BYD das „Megawatt Flash Charging 2.0″ vor: Das System liefert bis zu 1.500 Kilowatt Ladeleistung und soll in rund fünf Minuten 400 bis 500 Kilometer Reichweite nachladen. Bis Jahresende plant BYD den Aufbau von 20.000 eigenen Ladestationen in China. Über 4.200 sind bereits in Betrieb.
Exporte als strategisches Gegengewicht
Während das Inlandsgeschäft schwächelt, laufen die Exporte auf Hochtouren. Im Februar übertrafen die Auslandslieferungen erstmals in der Unternehmensgeschichte die Inlandsverkäufe: 100.600 Einheiten wurden exportiert, ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit entfielen 53 Prozent des Gesamtabsatzes auf internationale Märkte.
In Europa verdrängte BYD Tesla im Januar bei den Neuzulassungen. Das Werk in Ungarn befindet sich in der Anlaufphase, die Serienproduktion soll im zweiten Quartal beginnen. In Deutschland strebt BYD bis Ende 2026 ein Händlernetz mit mehr als 350 Standorten und einen Jahresabsatz von über 50.000 Fahrzeugen an. In Brasilien führte BYD im Februar die Zulassungsstatistik für reine Elektrofahrzeuge an und erhöhte sein dortiges Jahresziel um 33,7 Prozent auf 250.000 Fahrzeuge. Das Gesamtexportziel für 2026 liegt bei 1,3 Millionen Fahrzeugen – Analysten von Jefferies rechnen sogar mit 1,5 Millionen.
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Analyst Leon Cheng von YCP bringt die Lage auf den Punkt: „BYDs Absicherung sind die Exporte – die Auslandsverkäufe überschritten 2025 erstmals die Millionenmarke, ein Puffer, den rein inländische Wettbewerber nicht haben.“
Jahreszahlen am 26. März
Finanziell wuchs der Umsatz in den ersten neun Monaten 2025 um 12,75 Prozent auf rund 566 Milliarden Yuan. Allerdings verzeichnete BYD im zweiten und dritten Quartal 2025 Gewinnrückgänge. Im Gesamtjahr 2025 verkaufte das Unternehmen 4,6 Millionen Elektrofahrzeuge und verdrängte Tesla als weltgrößten EV-Hersteller. Die in Hongkong notierten Aktien werden derzeit bei rund 94,70 HKD gehandelt – deutlich unter dem Jahreshoch von über 159 HKD aus dem Mai 2025.
Am 26. März veröffentlicht BYD den vollständigen Jahresabschluss für 2025. Die Deutsche Bank erwartet für 2026 einen Absatz von 4,9 Millionen Fahrzeugen – vorausgesetzt, die Technologieinvestitionen und die internationale Expansion können die anhaltende Schwäche im Heimatmarkt kompensieren.
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