BYD Electronic meldet sich mit einem deutlichen Kursplus zurück. Der Konzern greift mit einem neuen Elektro-Kleinstwagen den japanischen Heimatmarkt der etablierten Hersteller an.

Japan-Offensive mit dem Racco

Das neue Modell „Racco“ bedient das Segment der „Kei-Cars“. Diese Fahrzeuggattung macht rund 40 Prozent der Neuzulassungen in Japan aus. Mit einem Preis von effektiv unter zwei Millionen Yen nach Subventionen zielt BYD auf preisbewusste Käufer. Bis Ende 2026 will das Unternehmen 10.000 Einheiten des kompakten Stromers absetzen.

In Südostasien baut die Gruppe ihre Präsenz ebenfalls aus. In Malaysia steht am Donnerstag die Premiere des Sealion 7 an. Der Wagen nutzt eine leistungsfähige 800-Volt-Architektur für kurze Ladezeiten an Schnellstationen.

Expansion im Pazifikraum

In Australien zielt BYD Electronic auf den Firmenwagenmarkt. Eine neue Kooperation mit dem Anbieter Smart öffnet den Zugang zu 2,5 Millionen Arbeitnehmern. Diese können Elektroautos künftig über Gehaltsumwandlungen leasen. Das Modell soll den Kaufprozess vereinfachen und steuerliche Vorteile bieten.

Die Aktie kletterte am Mittwoch um 7,76 Prozent auf 2,75 Euro. Nach dem Tiefpunkt im Juli hat sich das Papier damit um rund 22 Prozent erholt.

Der Kurs liegt nun wieder knapp über dem Durchschnitt der vergangenen 50 Tage. Mit einem RSI von 56,1 signalisiert die Charttechnik eine Stabilisierung, ohne dass der Titel bereits als überkauft gilt.

Der Fokus liegt nun auf der Marke von 10.000 Bestellungen in Japan. Ein Erfolg im Kernmarkt der japanischen Konkurrenz wäre ein wichtiges Signal für die globale Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns.