Wachsende Umsätze, schrumpfende Gewinne – bei BYD Electronic klaffen operative Realität und Börsenwert weit auseinander. Die Aktie notiert mit 2,36 Euro nur noch hauchdünn über ihrem Jahrestief. Schwache Margen und neue politische Hürden setzen dem chinesischen Elektronik-Riesen massiv zu.
Margen unter Druck
Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 leicht auf rund 179 Milliarden Yuan. Der Gewinn brach parallel dazu um 17,6 Prozent ein. Er lag zuletzt bei 3,5 Milliarden Yuan.
Besonders das Geschäft mit Komponenten für Smartphones bremste das Ergebnis aus. Zwar lieferten die Montage-Sparte und die Elektronik für Elektroautos Unterstützung. Den allgemeinen Preisverfall in der Branche konnten sie jedoch nicht ausgleichen. Die Gewinnmargen im chinesischen Sektor fielen Anfang 2026 auf durchschnittlich 3,2 Prozent.
Subventions-Stopp in Asien
Ab dem 1. Juli 2026 streicht Südkorea die staatlichen Kaufprämien für Fahrzeuge mit BYD-Technik. Das zuständige Ministerium schloss den Hersteller nach einer technischen Prüfung offiziell aus. Zuvor fiel bereits die Förderung im japanischen Markt weg.
Diese Entscheidungen schwächen die Preisposition von Fahrzeugen, die Komponenten von BYD Electronic nutzen. Der Konzern steht vor der Herausforderung, internationale Regulierungen in einem zunehmend schwierigen Umfeld zu bewältigen. Die Abhängigkeit von Exportmärkten wird damit zum wachsenden Risiko für die Bewertung.
Chip-Strategie als Ausweg
Peking forciert derweil die Unabhängigkeit von westlicher Hochtechnologie. Bis 2027 sollen chinesische Fahrzeuge zu 100 Prozent heimische Halbleiter nutzen. BYD setzt hierbei auf den selbst entwickelten Prozessor Xuanji A3.
Die neue Chip-Generation befindet sich bereits in der Massenproduktion. Sie soll die Abhängigkeit von US-Giganten wie Nvidia oder europäischen Anbietern wie Infineon verringern. Damit will der Konzern seine Lieferketten stabilisieren und die technologische Hoheit im Bereich des autonomen Fahrens sichern.
An der Börse herrscht dennoch Skepsis. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 39 Prozent an Wert. Mit einem RSI von 26,3 gilt das Papier technisch zwar als überverkauft, doch Berichte über versteckte Verbindlichkeiten in der Lieferketten-Finanzierung belasten die Stimmung.
Die Serienfertigung der neuen Chip-Generation startet 2027 in der Marke Denza. Bis dahin dürfte der Margendruck das bestimmende Thema für Anleger bleiben.
BYD Electronic-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD Electronic-Analyse vom 1. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BYD Electronic-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD Electronic-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BYD Electronic: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

