Starke Nachfrage im Luxussegment, während das Heimatgeschäft schwächelt. BYDs Offroad-Marke Fang Cheng Bao wagt einen radikalen Kurswechsel und präsentiert eine 1.000 PS starke Elektro-Limousine. Die Produktoffensive kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für den chinesischen Autobauer.
Angriff auf das Premiumsegment
Auf der Automesse in Peking enthüllte die bisher für Geländewagen bekannte Marke ihre neue „Formula“-Reihe. Das Flaggschiff Formula S zielt direkt auf den Porsche Taycan ab. Die technische Basis bildet eine 800-Volt-Architektur. Ein Allradantrieb mit drei Motoren liefert bis zu 1.000 PS.
Der Marktstart für die erste Limousine ist für das dritte Quartal 2026 angesetzt. Ein Jahr später soll der Supersportwagen Formula X folgen. Geleakte Bilder des Innenraums zeigen eine sportliche Kabine mit großem Infotainment-Bildschirm und physischen Tasten.
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Schwaches Heimatgeschäft treibt Exportstrategie
Die Expansion der Luxussparte fällt in eine schwierige Phase für den Mutterkonzern. BYD verzeichnete im ersten Quartal 2026 den stärksten Gewinnrückgang seit sechs Jahren. Der Nettogewinn brach um 55 Prozent auf rund vier Milliarden Yuan ein. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Halbierung der staatlichen Kaufprämien für Elektroautos in China.
Ganz anders entwickelt sich die Submarke Fang Cheng Bao. Im April stiegen die Verkäufe hier auf über 29.000 Fahrzeuge. Das entspricht fast einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr.
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Um die schwächelnde Inlandsnachfrage auszugleichen, forciert BYD das Auslandsgeschäft. Zu Jahresbeginn stammten bereits 46 Prozent der Gesamtverkäufe aus dem Export. Im April erreichten die internationalen Auslieferungen mit über 134.000 Einheiten einen neuen Rekordwert.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management 1,5 Millionen verkaufte Fahrzeuge außerhalb Chinas an. Die neue Formula-Reihe spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Spitzenmodell Formula SL soll gezielt Käufer in Europa und dem Nahen Osten ansprechen. Dort trafen etablierte Hersteller wie BMW und Mercedes bisher kaum auf chinesische Konkurrenz im Luxussegment.
Mit der neuen Modellreihe ändert BYD seine globale Strategie spürbar. Der Konzern greift die etablierten Autobauer nicht mehr nur über den Preis an, sondern attackiert sie bei Leistung und Prestige. Ein erfolgreicher Export der margenstarken Luxusstromer in westliche Märkte ist nun zwingend nötig, um die hohen Entwicklungskosten zu decken und den Gewinneinbruch im Heimatmarkt abzufedern.
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