BYD wollte autonomes Fahren für die breite Masse bezahlbar machen. Jetzt zieht der chinesische Autobauer die Preisschraube an. Ein massiver Preisschock bei Speicherchips zwingt den Konzern zum Handeln. Das passiert ausgerechnet nach einem historischen Gewinneinbruch im ersten Quartal.
Teure Chips bremsen die Strategie
Ab dem 1. Mai steigt der Preis für das Fahrassistenzsystem „God’s Eye B“ um gut 20 Prozent. Kunden zahlen dann 12.000 Yuan. Der Grund für den Aufschlag liegt tief in der Hardware verborgen.
Der globale KI-Boom saugt den Markt für Speicherchips leer. Neue Modelle wie DeepSeek verlagern das Angebot massiv in Rechenzentren. Die Folge: Die Preise explodieren. Standard-DRAM-Chips verteuerten sich im ersten Quartal um fast 100 Prozent. Spezielle Fahrzeug-Speicher kosten laut TrendForce sogar ein Vielfaches des Vorjahrespreises.
Das trifft BYD hart. Mehr als 2,85 Millionen Fahrzeuge des Konzerns sammeln täglich riesige Datenmengen. Diese komplexe Navigation erfordert enorme Rechenleistung. Die teuren Chips fressen nun die Margen auf.
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Quartalszahlen unter Druck
Der Preisanstieg folgt auf einen desaströsen Jahresauftakt. Der Nettogewinn brach im ersten Quartal um 55 Prozent auf 4,08 Milliarden Yuan ein. Parallel dazu schrumpfte der Umsatz um knapp 12 Prozent. Der Preiskampf auf dem chinesischen Heimatmarkt fordert seinen Tribut.
Hinzu kommt ein wachsender Schuldenberg. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sprangen innerhalb von drei Monaten um 72 Prozent auf 66,3 Milliarden Yuan. BYD muss seine Zulieferer neuerdings deutlich schneller bezahlen. Die Regierung in Peking hatte die bisherige Praxis der späten Zahlungen rigoros gestoppt.
Europa als Ausweg
Ein Lichtblick bleibt das Auslandsgeschäft. Die Exporte sprangen im ersten Quartal um 50 Prozent nach oben. Sie machen mittlerweile fast die Hälfte aller Auslieferungen aus. Hohe Ölpreise treiben die internationale Nachfrage nach Elektroautos an.
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Um europäische Strafzölle von 27 Prozent zu umgehen, baut BYD die lokale Produktion massiv aus. Im ungarischen Szeged startete im Januar die Testphase. Die Serienproduktion beginnt im zweiten Quartal. Ein weiteres Werk in der Türkei folgt noch in diesem Jahr.
Trotz der Preiserhöhung bleibt BYD im Branchenvergleich relativ günstig. Konkurrent XPeng verlangt für sein Top-System 20.000 Yuan. Tesla ruft für sein FSD-Paket in China sogar 64.000 Yuan auf.
TrendForce-Analysten gehen davon aus, dass die Speicherpreise bis weit in den Sommer hoch bleiben. BYD muss diese Kosten abfedern, ohne seine Käufer im harten Preiskampf an die Konkurrenz zu verlieren.
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