Chinas führender Hersteller von Elektrofahrzeugen meldet für September 2026 zwar anziehende Gesamtzahlen, doch die Wachstumsdynamik im Heimatmarkt lässt spürbar nach. Das Unternehmen setzte im vergangenen Monat 463.561 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ab. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, markiert jedoch eine weitere Verlangsamung nach Zuwächsen von 18 Prozent im August und 22 Prozent im Juli.
Nachfragedelle im chinesischen Heimatmarkt
Das traditionell absatzstarke Herbstgeschäft fiel für die gesamte Branche verhaltener aus als erhofft. Das Analysehaus Nomura verwies auf eine schwächere Inlandsnachfrage sowie ausbleibende saisonale Impulse bei den Auftragseingängen. Die Hersteller sehen sich in China weiterhin einem intensiven Wettbewerb und anhaltendem Überangebot gegenüber.
An den Finanzmärkten sorgte der Trend zum Wochenausklang für Zurückhaltung. Die an der US-Börse gehandelten Hinterlegungsscheine von BYD gaben am Freitag um 3,4 Prozent nach und beendeten den Handel bei 9,35 USD. Damit summiert sich der Kursverlust seit Jahresanfang auf 23 Prozent.
Reines Elektro-Segment überholt Hybride
Hinter den Gesamtzahlen verbirgt sich eine deutliche Verschiebung im Antriebsmix. Bei den reinen Pkw-Auslieferungen, die sich auf 456.713 Einheiten beliefen, kletterten die Verkäufe batterieelektrischer Modelle im Vorjahresvergleich um 33,2 Prozent auf 273.143 Stück. Damit entfielen knapp 60 Prozent des Volumens auf reine Stromer.
Die Nachfrage nach Plug-in-Hybriden schwächelte dagegen zeitgleich. Der Absatz dieser Modellreihe sank im September um 2,4 Prozent auf 183.570 Fahrzeuge. Auch über die ersten drei Quartale hinweg schrumpften die Hybrid-Auslieferungen um 10,2 Prozent, während die reinen Stromer leicht zulegen konnten.
Auslandsgeschäft fängt Inlandsflaute ab
Als wesentliche Stütze erweist sich die zunehmende internationale Präsenz. Allein im September verschiffte BYD 180.700 Fahrzeuge in Märkte außerhalb Chinas, was einem Zuwachs von mehr als 150 Prozent entspricht. Die Exporte machten damit fast 40 Prozent der gesamten Pkw-Auslieferungen des Monats aus.
In den ersten neun Monaten des Jahres summierten sich die Ausfuhren auf rund 1,34 Millionen Einheiten. Damit hat der Konzern das gesamte Exportvolumen des Jahres 2025 bereits vor dem Schlussquartal übertroffen. Allerdings erfordert die Expansion im Ausland zunehmend lokale Fertigungskapazitäten, um drohenden Handelshemmnissen in Schlüsselregionen wie Europa zu begegnen.
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