Der französische Leitindex zeigte sich am Mittwoch nahezu unverändert und beendete den letzten Handelstag vor der Weihnachtspause bei 8.103,58 Punkten. Eine Bewegung, die angesichts der dünnen Handelsaktivität kaum überrascht – denn während die Börsen in Frankfurt, Zürich und Wien bereits am Dienstag geschlossen hatten, hielten Paris und London nur noch einen verkürzten Handel ab.

Das Interesse der Anleger hielt sich in engen Grenzen. Wer wollte schon kurz vor dem Fest noch große Positionen aufbauen oder verkaufen? Die Zurückhaltung prägte das Geschehen an diesem Tag deutlich.

Champagner-Konzern im Aufwind

Während die meisten Werte kaum vom Fleck kamen, legte LVMH mehr als 1 Prozent zu. Der Luxusgüterriese profitierte offenbar von einer aufgehellten Stimmung in der Branche. Auch Kering kletterte um fast 1 Prozent nach oben. Weitere Gewinner fanden sich bei Hermes International, Publicis Groupe, TotalEnergies, Carrefour und EssilorLuxottica – sie alle verbuchten Zugewinne zwischen 0,4 und 0,75 Prozent.

Pharma-Deal belastet Sanofi

Auf der Verliererseite landete Sanofi mit einem Minus von 0,74 Prozent. Der französische Pharmakonzern hatte kurz zuvor die Übernahme des US-Impfstoffherstellers Dynavax Technologies für gut zwei Milliarden Dollar angekündigt. Das Gebot liegt bei 15,50 US-Dollar je Aktie in bar. Doch die Investoren zeigten sich von dem Deal wenig begeistert – offenbar bewerteten sie den Kaufpreis kritisch.

Ebenfalls unter Druck standen Edenred, Safran, Schneider Electric, Renault und Engie. Sie gaben zwischen 0,3 und 0,7 Prozent ab, ohne dass konkrete Nachrichten die Bewegungen erklärt hätten.

Lange Pause bis zum Jahresstart

Anders als in den USA, wo bereits am Freitag wieder gehandelt wird, bleiben die europäischen Börsen nun bis Montag geschlossen. Donnerstag und Freitag sind wegen Weihnachten und dem Boxing Day handelsfrei. Erst in der kommenden Woche steigen die Märkte wieder ins Geschäft ein – dann dürften auch die Volumina wieder anziehen und für mehr Bewegung sorgen.