Der Goldproduzent Caledonia Mining hat am Mittwoch die Produktionszahlen für das Gesamtjahr 2025 vorgelegt – und gleichzeitig eine Kostenwarnung für 2026 ausgesprochen, die Anleger aufhorchen lassen dürfte. Die Blanket Mine in Simbabwe förderte 2025 insgesamt 76.213 Unzen Gold und erfüllte damit die erhöhte Guidance von 75.500 bis 79.500 Unzen. Doch der Blick nach vorne trübt sich deutlich ein.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 senkt das Management die Produktionsprognose auf 72.000 bis 76.500 Unzen – im schlechtesten Fall also rund 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das vierte Quartal 2025 lieferte bereits ein Warnsignal: Mit nur 17.367 Unzen lag die Produktion deutlich unter den 19.841 Unzen des Vorjahresquartals. Verantwortlich dafür waren geringere Tonnagen aus höhergradigen Bereichen und Stromausfälle gegen Ende des Quartals.
Inflationsdruck trifft operative Realität
Noch alarmierender als die Produktionszahlen sind die Kostenprognosen. Die On-Mine-Cash-Kosten sollen 2026 zwischen 1.500 und 1.700 US-Dollar pro Unze liegen – ein spürbarer Anstieg gegenüber den bisherigen Werten. Die All-In-Sustaining-Kosten (AISC) werden sogar auf 2.100 bis 2.300 US-Dollar pro Unze veranschlagt.
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Das Unternehmen begründet den Kostenanstieg mit mehreren Faktoren: Inflation bei Verbrauchsmaterialien und Löhnen, höhere Betriebskosten in allen Bereichen von Bergbau über Verarbeitung bis Administration sowie gestiegene Ausgaben für Infrastruktur, Ausrüstung und Sicherheit. Besonders ins Gewicht fallen die Kosten im Bergbau-Bereich, wo höhere Belegschaftszahlen und verstärkte Untertageerweiterungen zu Buche schlagen.
Kapitalausgaben verdoppeln sich fast
Kann Caledonia Mining die massiven Investitionen stemmen? Für 2026 plant das Unternehmen Gesamtkapitalausgaben von 162,5 Millionen US-Dollar – ein gewaltiger Betrag für einen Produzenten dieser Größe. Davon entfallen 26,6 Millionen auf Erhaltungsinvestitionen an der Blanket Mine, der Löwenanteil von 132 Millionen fließt jedoch in die Entwicklung des Bilboes-Projekts (vorbehaltlich der Zustimmung des Boards und gesicherter Finanzierung).
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Zusätzlich könnten weitere 11 Millionen US-Dollar für eine langfristige Lösung der wiederkehrenden Stromprobleme nötig werden – ein kritischer Punkt, da die unzuverlässige Stromversorgung bereits die Produktion beeinträchtigt und teure Dieselgeneratoren erforderlich macht. Diese zusätzlichen Ausgaben stehen noch unter Vorbehalt technischer Studien und finanzieller Bewertungen.
Führungswechsel zur Unzeit
Zeitgleich mit den Produktionszahlen verkündete Caledonia Mining einen personellen Einschnitt: Chief Operating Officer James Mufara hat das Unternehmen verlassen. Das Management betont zwar, dass Betrieb und Strategie unverändert bleiben und die Position vorerst nicht neu besetzt werden soll – doch der Zeitpunkt wirft Fragen auf. Ein Führungswechsel ausgerechnet in einer Phase steigender Kosten und operativer Herausforderungen könnte Investoren verunsichern.
CEO Mark Learmonth gibt sich optimistisch und verweist auf die „Resilienz und operative Exzellenz“ des Teams. Die Guidance für 2026 reflektiere das Engagement für nachhaltige Investitionen in Kerngeschäft und zukünftiges Wachstum. Ob diese Zuversicht gerechtfertigt ist, wird sich spätestens in den kommenden Quartalen zeigen – wenn die höhergradigen Bereiche verstärkt erschlossen werden sollen und die Produktion nach Unternehmensangaben in der zweiten Jahreshälfte anziehen dürfte.
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