Das kanadische Bergbauunternehmen Canamera Energy Metals treibt die Erschließung seines Portfolios an Seltenerd- und Uranprojekten in Nord- und Südamerika weiter voran. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Weltmarktes für Seltenerdelemente, der laut Medienberichten von rund 14 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf über 41 Milliarden US-Dollar bis 2034 ansteigen könnte, positioniert sich das Unternehmen mit Projekten in Brasilien, den USA und Kanada. Bisher konnte die Gesellschaft Finanzmittel in Höhe von etwa 10,2 Millionen US-Dollar für ihre Explorationsprogramme aufbringen.
Fokus auf Schryburt Lake und technologische Analyse
Am Schryburt Lake REE-Niobi-Projekt im Nordwesten Ontarios setzt Canamera auf moderne Technologie zur Bohrungsoptimierung. Wie das Unternehmen am 21. Juli bekannt gab, wurde ExploreTech, ein aus dem Umfeld der Stanford University stammendes Unternehmen, mit einer unabhängigen Datenüberprüfung beauftragt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Verfeinerung der Geometrie und Tiefe von vier vorrangigen Zielgebieten namens Goldfinch, Blue Jay, Blackbird und Starling. Die Analyse dient der Optimierung der Bohrpunktplatzierung für ein geplantes, neun Löcher umfassendes Diamantbohrprogramm über insgesamt 1.500 Meter.
Parallel dazu wurde am 20. Juli ein unabhängiger technischer Bericht gemäß NI 43-101 für das Projekt Schryburt Lake eingereicht. Der von J Garry Clark von Clark Exploration Consulting erstellte Bericht empfiehlt ein Phase-1-Bohrprogramm mit einem Budget von rund 1,4 Millionen kanadischen Dollar. Die geplanten Arbeiten sollen unter Einsatz von hubschraubergestützten Bohrausrüstungen durchgeführt werden, um die Seltenerd- und Niob-Mineralisierung in fünf Prioritätszonen genauer zu untersuchen.
Erfolge in Brasilien und strategische Zukäufe
In Brasilien lieferte das Turvolândia-Projekt zuletzt positive Daten. Medienberichten zufolge konnten die durch Bohrungen bestätigten Seltenerdziele von vier auf sieben erweitert werden. Besonders hervorzuheben ist das Zielgebiet „Rose“, wo ein regionaler Erkundungsschnitt 2.238 ppm TREO (Total Rare Earth Oxide) über eine Länge von acht Metern ergab, wobei ein Teilabschnitt von drei Metern sogar 3.776 ppm TREO erreichte. Von den insgesamt 77 bisher gemeldeten Bohrlöchern wiesen 62 % mindestens einen Abschnitt mit über 750 ppm TREO auf. Die Ergebnisse für 47 weitere Löcher stehen derzeit noch aus.
Die Aktie reagiert am heutigen Freitag positiv auf die operative Dynamik und notiert aktuell bei 0,1250 Euro, was einer Tagesveränderung von 7,76 % entspricht. Dennoch bleibt das Papier in einem langfristigen Abwärtstrend und liegt derzeit 32,58 % unter dem 50-Tage-Durchschnitt.
Expansion im Norden Ontarios
Zusätzlich zur laufenden Exploration erweiterte Canamera sein Portfolio am 8. Juli durch ein Optionsabkommen mit Nemo Resources. Die Vereinbarung sieht den Erwerb einer ungeteilten 100-Prozent-Beteiligung am Projekt Rare Earth Ridge vor. Das Areal umfasst rund 7.320 Hektar und liegt etwa 172 Kilometer nördlich von Hearst in Ontario. Es beherbergt zwei Carbonatit-Intrusionen mit einem Durchmesser von jeweils etwa sechs Kilometern.
Die Bedingungen des Abkommens sehen vor, dass Canamera die Anteile über einen Zeitraum von vier Jahren durch die Ausgabe von Aktien im Gesamtwert von 280.000 kanadischen Dollar erwerben kann. Das Projekt unterliegt zudem einer Lizenzgebühr von 2 % auf die Netto-Schmelzerlöse, wovon die Hälfte für 2 Millionen kanadische Dollar zurückgekauft werden kann. Durch diesen Schritt sichert sich das Unternehmen weiteren Zugriff auf potenzielle Niob- und Seltenerdvorkommen in einer bergbaufreundlichen Region.
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