Canamera Energy Metals weitet seine Präsenz im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais deutlich aus. Durch die Entdeckung von drei neuen Mineralisierungszonen wächst das Turvolândia-Projekt auf insgesamt sieben Zielgebiete an. Diese Entwicklung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Brasilien seine Ambitionen als globaler Akteur für Seltene Erden massiv hochfährt.

Systematische Bohrungen bestätigten die neuen Zonen Rose, Paiolinho und Miguel. Besonders hervor sticht das Bohrloch TUV-AUG-070 mit hochgradigen Konzentrationen. Auf acht Metern stießen die Geologen in geringer Tiefe auf 2.238 ppm TREO (Total Rare Earth Oxide). Ein Teilabschnitt lieferte sogar 3.776 ppm über drei Meter.

Bisher hat das Unternehmen 124 Löcher mit einer Gesamttiefe von rund 1.380 Metern fertiggestellt. Daten von 77 weiteren Bohrungen stehen derzeit noch aus. Das Potenzial der Region unterstreichen derweil Nachbarprojekte wie das Caldeira-Projekt, das zuletzt massive Ressourcensteigerungen meldete.

Der Trend in Turvolândia zeigt nach oben: Etwa 62 Prozent der bisher verarbeiteten Proben liegen über der Marke von 750 ppm TREO. Der Spitzenwert in der Cordis-Zone erreichte beachtliche 6.431 ppm.

Brasilien plant Rohstoff-Offensive

Die Expansion findet vor einem brisanten politischen Hintergrund statt. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva definierte am 10. Juli eine neue nationale Strategie für kritische Mineralien. Das Ziel ist ehrgeizig: Brasilien will seinen Anteil an der weltweiten Produktion Seltener Erden bis 2050 auf über 12 Prozent steigern.

Dafür plant die Regierung die Gründung des Staatsunternehmens „TerraBrás“. Ein neu geschaffener Rat soll den Sektor künftig direkt beaufsichtigen. Parallel dazu berät der Senat über einen spezialisierten Fonds und neue Exportregeln, um die heimische Wertschöpfung im Land zu halten.

Hohe Volatilität bei Penny-Stock-Niveau

Die Aktie schloss zuletzt bei 0,20 Euro und verharrt damit in einer volatilen Seitwärtsbewegung. Zwar liegt der Kurs rund 17 Prozent über dem Jahrestief, allerdings bleibt das Papier vom Hoch im Januar bei 0,85 Euro weit entfernt. Die annualisierte Volatilität von fast 56 Prozent unterstreicht das hohe Risiko dieses Junior-Explorers.

In den kommenden Wochen rückt die Veröffentlichung der 77 ausstehenden Bohrproben in den Fokus. Diese Daten bestimmen, ob die Mineralisierung über alle sieben identifizierten Zonen hinweg stabil bleibt. Hinzu kommt die politische Entscheidung im brasilianischen Senat: Das neue Bergbaugesetz könnte die Marktbedingungen für Unternehmen in Minas Gerais grundlegend verändern.