Technische Meilensteine treffen auf einen massiven Kursrutsch. Cancambria Energy hat die technische Prüfung für das Gasprojekt Kiskunhalas abgeschlossen, verliert an der Börse aber massiv an Boden.
Das Unternehmen tritt nun in kommerzielle Verhandlungen mit potenziellen Partnern ein. Ziel ist ein Joint Venture für die Lizenz in Südungarn. Raiffeisen Bank International begleitet diesen Prozess beratend.
Parallel dazu hat sich der Zeitplan für den Partner-Einstieg verschoben. Grund dafür waren die ungarischen Parlamentswahlen im April und die anschließende Regierungsbildung im Mai. Nun strebt das Management den Abschluss einer ersten Vereinbarung noch im laufenden Jahr an.
Gasvorkommen in Ungarn
In dem Feld lagern laut Schätzungen rund 750 Milliarden Kubikfuß Erdgas. Eine unabhängige Bewertung beziffert die förderbaren Ressourcen auf etwa 627 Milliarden Kubikfuß Gas sowie Millionen Barrel Kondensat. Cancambria hält bisher 98 Prozent der Lizenzrechte.
Anleger reagierten am Freitag allerdings mit massiven Verkäufen. Die Aktie verlor rund 21 Prozent und markierte bei 0,17 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Damit summiert sich das Minus innerhalb eines Jahres auf über 56 Prozent.
Zeitplan für die Förderung
Die Volatilität der Aktie liegt aktuell bei über 100 Prozent. Der Relative-Stärke-Index deutet mit einem Wert von 38 auf eine überverkaufte Situation hin. Dennoch bleibt die Unsicherheit über den Partner-Einstieg hoch.
Die erste Gasförderung ist für Mitte 2027 geplant. Zuvor müssen die Verhandlungen über den Verkauf von bis zu 50 Prozent der Projektanteile erfolgreich enden.
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