Carbios verschiebt den Start seiner ersten PET-Biorecycling-Anlage in China um zwei Jahre. Was einmal als Meilenstein für 2026 galt, kommt nun frühestens in der ersten Hälfte 2028. Die Aktie reagiert entsprechend hart.
Technische Anpassungen bremsen Zeitplan
Die Anlage im chinesischen Haining, Provinz Zhejiang, entsteht in Partnerschaft mit Wankai New Materials. Sie soll jährlich 50.000 Tonnen PET-Abfall verarbeiten. Der Grund für die Verschiebung: Das enzymatische Recyclingverfahren von Carbios muss noch an die spezifischen Bedingungen des Standorts angepasst werden.
Mit dem neuen Zeitplan verschiebt sich auch eine geplante Kapitalmaßnahme. Wankai wollte ursprünglich in der ersten Jahreshälfte 2026 für fünf Millionen Euro Anteile an Carbios SA zeichnen. Dieser Schritt soll nun bis Ende 2026 erfolgen. Beide Unternehmen betonen, an der langfristigen Partnerschaft festzuhalten.
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Aktie auf Talfahrt
Der Kurs hat in den vergangenen Wochen massiv nachgegeben. Allein in den letzten sieben Tagen verlor die Aktie mehr als 27 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus fast 50 Prozent. Mit 6,01 Euro notiert das Papier nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 5,75 Euro. Der RSI liegt bei 29 — ein Niveau, das technisch als überverkauft gilt.
Immerhin: Carbios schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einer Kassenposition von 59 Millionen Euro ab. Das reicht nach eigenen Angaben, um den laufenden Betrieb für mehr als zwölf Monate zu finanzieren.
Die nächste Bewährungsprobe für den Kurs dürfte die Frage sein, ob Wankai die Kapitalerhöhung wie nun angekündigt bis Dezember 2026 tatsächlich vollzieht — und ob Carbios die technischen Hürden in Haining bis dahin löst.
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