Cardano durchlebt aktuell eine seiner schwersten Krisen. Der ADA-Token fiel kürzlich auf den tiefsten Stand seit Ende 2020. Ein gescheitertes Governance-Votum und massiver Verkaufsdruck belasten den Kurs schwer.
Seit Jahresbeginn hat die Kryptowährung rund 47 Prozent an Wert verloren. Zwar erholte sich der Kurs heute auf 0,19 US-Dollar. Das 52-Wochen-Tief ist mit 0,15 US-Dollar aber weiterhin gefährlich nah.
Gescheitertes Votum sorgt für Unruhe
Der Preisverfall passiert nicht ohne Grund. Die Absage des Cardano Summits in Singapur verunsichert den Markt. Ein Finanzierungsantrag verfehlte die nötige Zweidrittelmehrheit nach den neuen Governance-Regeln knapp.
Zwar stimmte die Mehrheit der Delegierten nach Köpfen für den Vorschlag. Die gewichtete Abstimmung nach Token-Anteilen verhinderte jedoch die Freigabe der Gelder. Die Folge: ein harter Stresstest für das System. Eine kleine Minderheit von Großinvestoren kann offenbar mehrheitsfähige Initiativen blockieren.
Netzwerkaktivität steigt paradoxerweise
Ein bemerkenswerter Kontrast zeigt sich bei der Nutzung. Die Zahl der täglich aktiven Adressen stieg zuletzt auf über 28.000. Das ist der höchste Stand seit vier Monaten. Nutzer interagieren also trotz des Preisverfalls rege mit der Blockchain.
Das Netzwerk verarbeitet Transaktionen weiterhin ohne Unterbrechungen. Parallel dazu treiben Entwickler die Technik voran. Der Start des öffentlichen Leios-Testnetzes steht für Juni auf dem Plan. Dieses Update soll die Blockvalidierung beschleunigen und das Netzwerk skalierbarer machen.
Blick auf die Unterstützungszonen
Auf der Unterseite bietet die Marke von 0,15 US-Dollar eine wichtige Unterstützung. Nach oben hin wartet der nächste Widerstand bei 0,25 US-Dollar. Der RSI-Indikator liegt aktuell bei rund 42 Punkten. Der extreme Verkaufsdruck schwächt sich damit leicht ab.
Cardano bewirbt sein Governance-System oft als klaren Wettbewerbsvorteil. Die jüngste Abstimmung zeigt jedoch die Tücken dieser dezentralen Struktur. Fällt der Kurs unter das bisherige Jahrestief, drohen weitere Abverkäufe.
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