Das Cardano-Netzwerk verzeichnete in den vergangenen Tagen einen deutlichen Aktivitätsschub auf der Blockchain. In der Epoche 660 kletterte das Volumen auf 1.780.896 Transaktionen. Dieser Wert markiert einen neuen Fünftagesrekord und übertrifft den bisherigen Höchststand aus dem November 2021.
Am Markt zeigt sich Cardano nach vorangegangenen Schwankungen gefestigt. Der Kurs legt heute um 1,7 Prozent auf 0,2369 USD zu.
Diskrepanz zwischen On-Chain-Daten und Marktumfeld
Die Belebung auf der Blockchain steht im Kontrast zur kurzfristigen Kursentwicklung. Medienberichten zufolge war die Notierung gestern im Zuge einer allgemeinen Schwäche alternativer Kryptowährungen unter Druck geraten. Das Unterschreiten technischer Unterstützungsmarken hatte kurzzeitige Abgaben ausgelöst.
Gleichzeitig liefert der reine Transaktionsanstieg kein vollständiges Bild über das Nutzerwachstum. On-Chain-Metriken zeigen zwar die reine Transaktionszahl, lassen jedoch keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Verteilung der Aktivitäten zu. Zudem verfehlten im selben Zeitraum zwei netzwerkinterne Abstimmungen zur Protokollverwaltung das erforderliche Quorum.
Vorbereitungen auf das Dijkstra-Upgrade
Hinter den Kulissen richten Entwickler den Fokus auf die Modernisierung der Netzinfrastruktur. Die Organisation Intersect empfahl den Betreibern von Validierungsknoten kürzlich den Wechsel auf die Version Cardano Node 11.1.3, die einen Fehler bei der IPv4-Adressdekodierung behebt. Zuvor wurden noch 30 Prozent der Blöcke von Systemen mit älteren Softwareständen erzeugt.
Das Update gilt als Zwischenschritt auf dem Weg zum geplanten Dijkstra-Upgrade. Für die künftige Version 11.2 ist der Start eines öffentlichen Testnetzes vorgesehen, um die Integration dezentraler Anwendungen vorzubereiten. Die darauffolgende Version 11.3 soll schließlich als Veröffentlichungskandidat für den Hard Fork dienen. Ein verbindlicher Termin für die Aktivierung im Hauptnetz steht bislang nicht fest.
Erweiterung der Protokollstandards
Parallel zu den Arbeiten am Kernnetzwerk schreitet der Ausbau von Anwendungsschnittstellen voran. Anfang des Monats startete der programmierbare Token-Standard CIP-0113 auf dem Hauptnetz. Die Spezifikation erlaubt es Emittenten, regulatorische Vorgaben und Übertragungsbeschränkungen direkt in digitale Vermögenswerte einzubinden.
Die Swiss Capital Markets and Technology Association stufte den Standard im Rahmen ihres Zertifizierungssystems als gleichwertig zu Smart Contracts ein. Als erste Umsetzung wurden Anteile des Identitätsunternehmens Veridian über das Protokoll tokenisiert.
Im Handelsgeschehen verschafft sich Cardano nach den jüngsten Ausschlägen etwas Spielraum. Der Kurs notiert aktuell 4,0 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Für Marktteilnehmer bleibt entscheidend, ob sich die operative Aktivität auf der Blockchain dauerhaft festigt und die anstehenden Software-Upgrades reibungslos umgesetzt werden.
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