Die Erweiterung kommt früher als geplant. Carnival Corporation hat die Kapazität seines privaten Reiseziels Celebration Key auf Grand Bahama verdoppelt – mit zwei zusätzlichen Anlegestellen können jetzt vier Schiffe gleichzeitig andocken. Das erlaubt täglich mehr als 13.000 Gäste.

Der neue Ausbau ist kein Detailprojekt. Die zusätzlichen Liegeplätze sollen jährlich rund 200 neue Schiffsanläufe bringen – ein Plus von 700.000 Passagieren. Ab September 2026 plant Carnival mit drei bis vier Ankünften pro Tag als Routine. Neben den eigenen Schiffen werden ab diesem Jahr auch Princess Cruises und AIDA die Destination ansteuern.

Wirtschaftlicher Schub für die Region

Das Unternehmen hat die Prognosen dazu veröffentlicht. Eine Studie von Tourism Economics erwartet über 20 Jahre einen Beitrag von 9,7 Milliarden US-Dollar zum BIP der Bahamas. Hinzu kommen über 2.500 direkte Arbeitsplätze und staatliche Einnahmen von rund 3,2 Milliarden US-Dollar.

Celebration Key ist Teil der sogenannten „Paradise Collection“ – sieben private Destinationen, die Carnival kontrolliert. CEO Josh Weinstein sieht darin einen strategischen Hebel: Wer eigene Infrastruktur besitzt, kann die steigende Nachfrage effizienter bedienen. Im zweiten Betriebsjahr soll die Gästezahl auf etwa 3,5 Millionen steigen.

Leichte Erholung nach schwacher Woche

Der Markt reagierte verhalten positiv auf die Nachricht. Die Aktie notiert bei 29,25 US-Dollar, ein Plus von 0,64 Prozent. Der Wochenvergleich fällt mit minus 3,10 Prozent allerdings deutlicher aus. Der RSI liegt mit 55,9 im neutralen Bereich, die annualisierte Volatilität bei 53,17 Prozent.

Carnival will mit dem Ausbau vor allem die Auslastung seiner Flotte verbessern – ein Schlüssel in einem Markt, in dem die Nachfrage nach Kreuzfahrten weiter wächst, aber die Konkurrenz ebenfalls kräftig investiert. Die neun Milliarden US-Dollar BIP-Beitrag für die Bahamas zeigen: Das Projekt ist nicht nur ein Wachstumsmotor für den Konzern, sondern auch ein wirtschaftliches Schwergewicht für die Region.