Carrefour Aktie: Durchwachsen

Die französische Handelsgruppe Carrefour meldet für 2025 einen deutlich gesunkenen Nettogewinn, erhöht aber die Dividende. Das operative Geschäft in Frankreich und Spanien zeigt sich stabilisiert.

Carrefour Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn fällt auf 319 Millionen Euro
  • Dividende steigt um 5,4 Prozent auf 0,97 Euro
  • Umsatz wächst leicht auf 82,1 Milliarden Euro
  • Brasilien-Geschäft leidet unter hohen Zinsen

Die französische Handelsgruppe hat am gestrigen Montag ihre Zahlen für das Gesamtjahr 2025 präsentiert. Der Nettogewinn fiel dabei deutlich auf 319 Millionen Euro – nach 723 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das bereinigte Ergebnis lag bei 1,09 Milliarden Euro, was einem Gewinn je Aktie von 1,60 Euro entspricht. Der Umsatz kletterte leicht auf 82,1 Milliarden Euro.

CEO Alexandre Bompard sprach von einer „soliden Performance“ trotz herausfordernder Bedingungen in Brasilien. Das Jahr sei von Meilensteinen wie der Integration von Cora & Match in Frankreich und dem Verkauf der italienischen Sparte geprägt gewesen. Auch der angekündigte Abschied vom rumänischen Geschäft für einen Unternehmenswert von 823 Millionen Euro markiert einen weiteren Schritt der Portfoliobereinigung.

Frankreich stabilisiert sich, Brasilien schwächelt

Im vierten Quartal wuchs der Konzern auf vergleichbarer Basis um 1,6 Prozent. Während Lateinamerika mit 4,4 Prozent am stärksten zulegte, enttäuschten Frankreich und Europa mit mageren 0,4 beziehungsweise 0,9 Prozent. Das französische Geschäft litt unter Integrationshürden bei Cora & Match – insgesamt belasteten diese Kosten das Betriebsergebnis mit 120 Millionen Euro, davon 95 Millionen Euro einmalige Integrationskosten.

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Positiv: Bereinigt um diese Effekte stieg das operative Ergebnis der Kernaktivitäten in Frankreich um 11,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Marge verbesserte sich auf die symbolträchtige Marke von 3,0 Prozent. In Spanien lief es ebenfalls rund – das Betriebsergebnis kletterte um 13,5 Prozent auf 463 Millionen Euro, angetrieben von soliden Lebensmittelverkäufen und einer gestärkten Preisführerschaft.

Brasilien hingegen kämpfte mit hohen Zinsen und Kaufzurückhaltung, besonders im Cash-&-Carry-Segment. Das Management zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass der Tiefpunkt durchschritten sei. CFO Matthieu betonte, die Volumenentwicklung habe sich vom mittleren einstelligen Minus im dritten Quartal auf niedrig einstellige Rückgänge im vierten Quartal verbessert.

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Dividende steigt, Schulden auch

Für 2025 schlägt Carrefour eine ordentliche Dividende von 0,97 Euro je Aktie vor – ein Plus von 5,4 Prozent. Sollte der Rumänien-Verkauf wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, kommt eine Sonderdividende von 0,21 Euro je Aktie (insgesamt 150 Millionen Euro) hinzu. Zusammen würde die Gesamtausschüttung bei 1,18 Euro liegen, was einer Rendite von rund 8,3 Prozent auf Basis des Schlusskurses von 14,32 Euro entspricht.

Die Nettoverschuldung erhöhte sich um 185 Millionen Euro auf knapp 4 Milliarden Euro. Der freie Cashflow belief sich auf 1,57 Milliarden Euro, ohne Italien gerechnet. Für 2026 peilt der Konzern 1,7 Milliarden Euro an – getragen von wegfallenden Integrationskosten und 75 Millionen Euro Zinsersparnissen durch die Umschuldung in Brasilien.

Bompard gab sich für 2026 optimistisch. Die Integration von Cora & Match sei abgeschlossen, weitere Kosten fielen nicht mehr an. Zudem sehe man positive Marktdynamiken in Frankreich, wo im Januar bereits wieder Volumenplus zu verzeichnen war. Spanien läuft ohnehin stabil, und in Brasilien dürfte die Wende geschafft sein. An der Börse reagierten Anleger verhalten: Die Aktie gab am Montag um 1,1 Prozent nach.

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