Während Lithium-Preise weltweit wieder anziehen, baut CATL parallel eine völlig andere Batterietechnologie aus. Das ist kein Zufall.
Am 10. Mai 2026 kündigte der chinesische Batterieriese an, rund 5 Milliarden Yuan in eine neue Produktionslinie am Standort Fuding zu investieren. Die Anlage soll eine Kapazität von 40 GWh haben und in etwa 24 Monaten fertiggestellt sein. Grundlage ist ein bereits geschlossener Liefervertrag mit HyperStrong — dem nach Branchenberichten weltweit größten Einzelauftrag für Natrium-Ionen-Batterien, mit einem Volumen von 60 GWh über drei Jahre.
Technik mit konkretem Kostenziel
CATL hat bis Ende 2025 bereits rund 10 Milliarden Yuan in die Entwicklung der Natrium-Ionen-Technologie gesteckt. Die Massenproduktion soll im vierten Quartal 2026 starten.
Das Kostenziel ist präzise: 0,30 Yuan pro Wattstunde. Aktuell liegen die Produktionskosten noch zwischen 0,45 und 0,60 Yuan/Wh. Für stationäre Speicher demonstrieren die Zellen eine Zyklenlebensdauer von über 15.000 Ladezyklen bei 80 Prozent Restkapazität. Im Fahrzeugbereich verspricht CATL 5C-Schnellladung und eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern.
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Das Ziel: kostengünstige Energie für Einstiegs-Elektroautos und Stromspeicher — genau das Segment, in dem Lithium-Zellen derzeit zu teuer sind.
Druck im Heimatmarkt, Expansion im Ausland
Der Vorstoß kommt nicht ohne Grund. CATLs Marktanteil in China ist zuletzt auf 43,42 Prozent gefallen — ein Fünfjahrestief. Besonders im Einstiegssegment wächst der Wettbewerb, wo der Batteriepreis über Kaufentscheidungen entscheidet.
International läuft es anders. Ende April 2026 unterzeichnete CATL einen Kooperationsvertrag mit dem türkischen Hersteller Togg. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen drei B-Segment-Elektrofahrzeuge entwickeln. Erstmals exportiert CATL dabei seine integrierte Fahrgestell-Plattform „Bedrock Chassis“ (CIIC) ins Ausland. Die Serienproduktion ist für 2027 geplant, die Fahrzeuge sollen in der Türkei, Europa und weiteren Märkten verkauft werden.
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Indes steigt der Lithiumcarbonat-Preis wieder. Im Mai 2026 überschritt er erstmals seit zwei Jahren die Marke von 200.000 Yuan pro Tonne. Analysten von UBS sehen eine zunehmend angespannte Angebots-Nachfrage-Lage — und prognostizieren für dieses Jahr ein Wachstum der Speichernachfrage von 60 Prozent.
Die CATL-Aktie schloss zuletzt bei 437 CNY und liegt damit rund 5 Prozent unter ihrem Anfang Mai markierten 52-Wochen-Hoch. Auf Monatssicht steht ein Plus von knapp 12 Prozent. Der Kurs liegt deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von rund 404 CNY — die jüngste Schwäche wirkt eher wie eine Konsolidierung als wie ein Trendbruch.
Mit dem Natrium-Ionen-Ausbau positioniert sich CATL für zwei Szenarien gleichzeitig: steigende Rohstoffkosten bei Lithium und wachsende Nachfrage nach günstigeren Speicherlösungen. Ob die Kostenziele bis zum Produktionsstart im späten 2026 erreichbar sind, wird zeigen, wie ernst der Markt diese Strategie nimmt.
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