Der weltweit führende Batterieproduzent CATL hat einen bedeutenden Meilenstein in seiner Nachhaltigkeitsstrategie erreicht. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, konnte der Konzern seine Kernaktivitäten bereits zum Ende des Jahres 2025 vollständig klimaneutral stellen. Damit wurde die erste Stufe eines langfristigen Fahrplans abgeschlossen, der bis zum Jahr 2035 die CO2-Neutralität über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg vorsieht.

Klimaziele und Fortschritte in der Produktion

Im Rahmen einer Präsentation am gestrigen Montag bestätigte CATL, dass inzwischen 20 Batteriefabriken die Zertifizierung nach der Norm ISO 14068-1 erhalten haben. Ein entscheidender Faktor für diesen Fortschritt ist die Energieversorgung: In den zentralen Betriebsstätten des Unternehmens stammt der Strom mittlerweile zu 100 Prozent aus emissionsfreien Quellen.

Die nächste Phase der Dekarbonisierungsstrategie wird sich nun verstärkt auf die Zusammenarbeit innerhalb der Lieferkette konzentrieren. Da ein Großteil der Emissionen eines Batterieprodukts in der Vorkette entsteht, gilt die Kooperation mit Zulieferern als essenziell für das Erreichen des 2035-Ziels.

Parallel dazu treibt CATL internationale Projekte voran, wie etwa die Supernode-Partnerschaft mit Quinbrook, bei der Medienberichten zufolge am Samstag weitere Fortschritte bei der Umsetzung der zweiten und dritten Projektphase verzeichnet wurden.

Innovationen bei Luftfahrt- und Feststoffbatterien

Neben den ökologischen Fortschritten treibt CATL die technische Entwicklung seiner Energiespeicher voran. Eine neue Batterie mit einer Energiedichte von 350 Wattstunden pro Kilogramm hat am vergangenen Dienstag einen weltweit ersten Sicherheits-Verifizierungstest für den Einsatz in elektrischen Senkrechtstartern (eVTOL) erfolgreich absolviert.

Medienberichten zufolge kam es bei den Tests selbst bei der gezielten thermischen Belastung benachbarter Zellen nicht zu einer Ausbreitung des Brandes.

Für die Automobilindustrie bereitet CATL zudem den Einstieg in die nächste Technologiegeneration vor. Am vergangenen Montag wurde bekannt, dass das Unternehmen plant, im Jahr 2027 mit der Pilotproduktion von Feststoffbatterien in kleinem Maßstab zu beginnen. Diese Technologie gilt aufgrund ihrer potenziell höheren Energiedichte und Sicherheit als Hoffnungsträger für die nächste Phase der Elektromobilität.

Herausforderungen im Bergbau und Kapitalfluss

Während die technologische Entwicklung voranschreitet, gibt es Verzögerungen im Rohstoffbereich. Die Lithium-Mine Jianxiawo in der Provinz Jiangxi bleibt weiterhin außer Betrieb. Laut Reuters steht die Wiederaufnahme der Förderung noch unter dem Vorbehalt ausstehender Umweltgenehmigungen.

Die Lizenz für den Standort war bereits im August 2025 ausgelaufen. Lokale Behördenvertreter gaben an, dass die Anlage derzeit für Wartungsarbeiten stillsteht, während CATL die notwendigen Umweltverträglichkeitsprüfungen abschließt.

Finanziell setzte das Unternehmen zuletzt deutliche Zeichen an seine Aktionäre. Nach einem Gewinnsprung von 42 Prozent im ersten Halbjahr wurde am 10. August eine Zwischendividende in Höhe von 14,11 CNY je 10 Aktien ausgezahlt.

An der Börse notiert die Aktie heute bei 396,26 CNY, was einem Rückgang von 0,9 % entspricht. Trotz der aktuellen Schwankung liegt der Kurs weiterhin 2,4 % über seinem Durchschnitt der letzten 200 Tage. Seit Jahresbeginn verbucht der Titel ein Plus von 7,9 %.