Contemporary Amperex Technology (CATL) hat seine strategische Partnerschaft mit BMW ausgebaut – doch gleichzeitig trifft ein plötzliches Exportverbot für Lithium aus Simbabwe die globalen Lieferketten. Während der weltgrößte Batteriehersteller seine Jahresergebnisse 2025 vorbereitet, stehen Chancen und Risiken in seltenem Gleichgewicht.
BMW-Kooperation wird zum Regulierungsprojekt
Am 25. Februar unterzeichneten CATL und die BMW Group in Peking ein Memorandum of Understanding zur Dekarbonisierung der Batterielieferkette. Im Zentrum steht die Entwicklung sogenannter Battery Passports – digitaler Zertifikate, die ab 2027 für den EU-Markt verpflichtend werden. Die Systeme sollen Datenflüsse zwischen Zulieferern standardisieren und die CO₂-Bilanz von Batteriezellen transparent machen.
Die Unterzeichnung fand während des China-Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz statt – ein Signal, dass deutsch-chinesische Industriekooperationen im Energiebereich trotz geopolitischer Spannungen Bestand haben. Beide Unternehmen arbeiten bereits an der Lieferung von Rundzellen für BMWs neue „Neue Klasse“-Elektromodelle, die 2026 starten sollen.
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Simbabwes Exportstopp trifft Rohstoffmärkte
Nur Stunden nach der Vertragsunterzeichnung in Peking verhängte Simbabwe ein sofortiges Exportverbot für Roh-Lithium und Lithiumkonzentrate. Die Maßnahme, die ursprünglich erst 2027 greifen sollte, blockiert nach Analystenschätzungen zwischen 100.000 und 180.000 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent – rund 7 Prozent der für 2026 erwarteten globalen Versorgung.
Die Lithiumcarbonyl-Futures in Guangzhou reagierten mit einem Sprung von über 9 Prozent. Für Zellhersteller wie CATL bedeutet das: Die Rohstoffkosten könnten schneller steigen als erwartet, selbst bei stabiler Nachfrage.
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Marktführerschaft klar ausgebaut
Laut SNE Research erreichten die weltweiten Installationen von E-Auto-Batterien 2025 insgesamt 1.187 GWh – ein Plus von 31,7 Prozent. CATL führt mit 464,7 GWh und einem Marktanteil von 39,2 Prozent deutlich vor BYD (16,4 Prozent) und LG Energy Solution (9,2 Prozent). Das Unternehmen ist der einzige Anbieter mit über 30 Prozent Marktanteil.
Anfang Februar brachte CATL gemeinsam mit Changan zudem das weltweit erste Serienfahrzeug mit Natrium-Ionen-Batterie auf den Markt – ein Schritt, der die Abhängigkeit von Lithium langfristig verringern könnte.
Hauptversammlung und Dividende stehen an
Am 9. März tritt der Vorstand zusammen, um die geprüften Jahreszahlen 2025 zu verabschieden und über eine Schlussdividende zu entscheiden. Die Veröffentlichung der Ergebnisse wird zeigen, wie CATL mit dem intensiven Wettbewerb und volatilen Materialkosten umgegangen ist. Die Frage der Dividendenhöhe dürfte auch ein Signal für die Zuversicht des Managements sein.
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