CATL Aktie: Erfolgsweichen gestellt

Der Batterieriese CATL übertrifft mit einem Gewinnsprung von 42 Prozent alle Erwartungen, steigert seine globale Marktführerschaft und schüttet die Hälfte des Jahresgewinns aus.

CATL Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn steigt um 42 Prozent auf Rekordniveau
  • Weltmarktanteil bei EV-Batterien erreicht 39,2 Prozent
  • Ausschüttung von 50 Prozent des Jahresgewinns
  • Aktie mit stärkstem Tagesanstieg seit Monaten

Contemporary Amperex Technology (CATL) hat mit seinen Jahreszahlen für 2025 die Erwartungen deutlich übertroffen. Ein Gewinnsprung von 42 Prozent, Rekordauslieferungen und eine großzügige Dividende haben dem weltgrößten Batteriehersteller einen der stärksten Handelstage seit Monaten beschert.

Zahlen, die überzeugen

Der Nettogewinn kletterte 2025 auf 72,2 Milliarden Yuan – das entspricht rund 10,4 Milliarden US-Dollar und dem schnellsten Jahreswachstum seit drei Jahren. Bemerkenswert: Dieser Wert übersteigt den kombinierten Gewinn von 13 an chinesischen Börsen notierten Fahrzeugherstellern.

Besonders stark war das Schlussviertel. Im vierten Quartal legte der Gewinn um 57 Prozent auf 23,2 Milliarden Yuan zu – Analysten hatten lediglich ein Plus von rund 41 Prozent erwartet. Auch beim Umsatz übertraf CATL die Prognosen deutlich: Das Gesamtjahresergebnis lag bei 423,7 Milliarden Yuan, ein Anstieg von 17 Prozent.

Die Aktie reagierte prompt. Am Dienstag legte sie zeitweise um bis zu 9,3 Prozent zu – der stärkste Intraday-Anstieg seit September 2025. Damit baut CATL seinen Vorsprung gegenüber dem Rivalen BYD weiter aus: Die Marktkapitalisierung übersteigt die von BYD inzwischen um rund 120 Milliarden US-Dollar.

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Globale Marktführerschaft ausgebaut

Im Kerngeschäft mit Antriebsbatterien erzielte CATL einen Umsatz von 316,5 Milliarden Yuan, ein Plus von 25 Prozent. Das Energiespeichergeschäft wuchs zwar langsamer, glänzte aber mit einer Bruttomarge von 26,7 Prozent – und damit höher als die 23,8 Prozent im Batteriegeschäft für Elektrofahrzeuge.

Global lieferte CATL 661 GWh Lithium-Ionen-Batterien aus, knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Weltmarktanteil bei EV-Batterien stieg auf 39,2 Prozent. Es ist das neunte Jahr in Folge, in dem CATL die globale Rangliste anführt.

Auffällig ist die Profitabilität des Auslandsgeschäfts: Internationale Umsätze machen über 30 Prozent des Gesamtumsatzes aus und erzielen eine Bruttomarge von 31,4 Prozent – gegenüber 24 Prozent im Heimatmarkt.

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Dividende und Wachstumsinvestitionen

Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt CATL eine Ausschüttung von 69,57 Yuan je zehn Aktien vor, was 50 Prozent des Jahresgewinns entspricht. Inklusive Aktienrückkäufen und früherer Dividenden übersteigen die Gesamtausschüttungen 40 Milliarden Yuan. Seit drei Jahren in Folge hält CATL diese 50-Prozent-Ausschüttungsquote konsequent ein.

Gleichzeitig investiert das Unternehmen kräftig in die Zukunft. Die Fertigungskapazität erreichte 772 GWh, weitere 321 GWh befinden sich im Aufbau – bei einer Auslastungsrate von 96,9 Prozent. Für Forschung und Entwicklung wurden 22,1 Milliarden Yuan aufgewendet, über die vergangene Dekade summieren sich die F&E-Ausgaben auf mehr als 90 Milliarden Yuan.

Gegenwind trotz Stärke

Trotz der starken Zahlen gibt es Wermutstropfen. Die Bruttomargen in beiden Geschäftsbereichen gaben leicht nach – Druck durch Rohstoffkosten und intensiven Preiswettbewerb hinterlassen Spuren. BYD, der schärfste Konkurrent, hat mit seiner neuen Blade-Battery-Generation zuletzt technologisch aufgeholt, kämpft aber mit sechs aufeinanderfolgenden Monaten sinkender Inlandsabsätze.

Für 2026 plant CATL neben dem weiteren Kapazitätsausbau auch den Einstieg in den Luftfahrt- und Niedrigflugsektor. Zudem profitiert das Unternehmen von einem sich verschiebenden globalen Wettbewerbsumfeld: Die drei größten südkoreanischen Batteriehersteller verloren im Januar 2026 gemeinsam Marktanteile, während internationale Automobilhersteller zunehmend auf chinesische Zulieferer mit niedrigerer Kostenbasis setzen – ein Trend, der CATL strukturell begünstigt.

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Über Dieter Jaworski 1800 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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