Der chinesische Batteriehersteller CATL baut seine Vormachtstellung auf dem heimischen Markt rasant aus und lässt Konkurrenten wie BYD weit hinter sich. Der starke Anstieg der Marktanteile im ersten Quartal 2026 bringt allerdings ein unerwartetes Problem mit sich. Eine historische Diskrepanz zwischen produzierten und tatsächlich verbauten Akkus deutet auf schnell wachsende Lagerbestände hin.
Konkurrenz auf Abstand
Aktuelle Branchendaten der China Passenger Car Association belegen eine deutliche Verschiebung. Während heimische Rivalen ihren technologischen Fokus änderten, sicherte sich CATL im Segment der NMC-Batterien (Nickel-Mangan-Cobalt) gewaltige 81,6 Prozent des Marktes. Auch bei den günstigeren Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) verzeichnete der Konzern mit 41 Prozent das stärkste Quartal seit vier Jahren. Insgesamt stammt damit jede zweite in China produzierte E-Auto-Batterie von CATL. Hauptkonkurrent BYD rutschte zeitgleich auf einen Anteil von 17,5 Prozent ab und markierte damit einen mehrjährigen Tiefststand.
Wachsende Überproduktion
Trotz der starken Marktposition offenbart sich ein strukturelles Ungleichgewicht in der Branche. Die Gesamtproduktion von E-Auto-Batterien stieg in China im Januar und Februar zwar um 22 Prozent auf 310 Gigawattstunden an. Das Verhältnis von hergestellten zu tatsächlich in Fahrzeuge integrierten Einheiten fiel jedoch auf ein historisches Tief von 19 Prozent. Marktbeobachter führen diesen Rückgang bei den Installationen auf jüngste Anpassungen der regionalen Subventionen zurück. Ein Großteil der aktuellen Rekordproduktion wandert somit direkt in die Lagerhallen der Hersteller.
Blick auf Feststoffbatterien
Ungeachtet der hohen Lagerbestände im Gesamtmarkt treibt das Unternehmen seine Expansion weiter voran. Im Juli 2026 soll die zweite Bauphase des Werks in Chengdu die Produktion aufnehmen und jährlich einen Produktionswert von rund fünf Milliarden Renminbi generieren. Parallel investiert CATL frisches Kapital in den Materialspezialisten Shanghai Juna. Dieser Schritt dient der Vorbereitung auf die nächste Technologiegeneration. An der Börse wird diese strategische Positionierung positiv aufgenommen. Zum Wochenschluss am Freitag kletterte das Papier um 4,62 Prozent und markierte bei 416,18 CNY exakt ein neues 52-Wochen-Hoch.
Der kommende Juli markiert einen wichtigen Meilenstein für die weitere Ausrichtung des Konzerns. Neben dem geplanten Produktionsstart in Chengdu wird die chinesische Regierung dann neue Standards für Feststoffbatterien veröffentlichen, auf die CATL sein Portfolio durch die jüngsten Material-Investitionen bereits jetzt gezielt zuschneidet.
CATL-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CATL-Analyse vom 29. März liefert die Antwort:
Die neusten CATL-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CATL-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
CATL: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


