CATL steht vor einer Woche, die gleich mehrere Themen bündelt: eine vertiefte Zusammenarbeit mit BMW, ein wichtiger Termin im Vorstand und neue Unruhe am Rohstoffmarkt. Für Anleger ist das spannend, weil hier Chancen durch Regulierung und Partnerschaften auf mögliche Kostentreiber treffen. Wie gut ist der Konzern aufgestellt, wenn Lithium plötzlich knapper wird?
BMW-Deal mit politischem Rückenwind
Am 25. Februar hat CATL in Peking eine Absichtserklärung (MOU) mit der BMW Group unterschrieben. Im Zentrum stehen Pilotprojekte rund um „Trusted Data Exchange“ und Dekarbonisierung in der Batterielieferkette. Der Zeitpunkt ist auffällig: Die Unterzeichnung fand im Rahmen eines China-Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz und einer hochrangigen deutschen Wirtschaftsdelegation statt. Das hebt die Zusammenarbeit klar über eine normale Lieferantenbeziehung hinaus.
Konkret geht es um den sogenannten Battery Passport: Künftig sollen Lebenszyklusdaten von Batterien international nachvollziehbar, verwaltbar und grenzüberschreitend teilbar sein. CATL und BMW wollen dafür unter anderem Methoden zur CO₂-Bilanzierung und Tools zur Berechnung des Batterie-CO₂-Fußabdrucks testen. Als technische Basis ist das Catena‑X-Datenökosystem vorgesehen – mit dem Ziel, die Infrastruktur deutlich vor der EU-Pflicht ab 2027 einsatzfähig zu haben.
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Zusätzlichen kommerziellen Unterbau hat das Ganze bereits: CATL hatte im Dezember 2024 angekündigt, ab 2026 zylindrische Batterien für BMWs „Neue Klasse“-E-Autos zu liefern – sowohl weltweit als auch für den chinesischen Markt. Das MOU verankert damit nicht nur Technologie, sondern auch Prozesse und Standards in der Lieferkette.
Marktmacht trifft auf neue Rohstoffrisiken
Die Logik hinter der Partnerschaft ist simpel: CATL ist im E‑Batteriemarkt eine Macht. Laut SNE Research stiegen die globalen Batterieinstallationen 2025 auf 1.187 GWh (+31,7% zum Vorjahr). CATL führt mit 39,2% Marktanteil und 464,7 GWh installierter Kapazität – als einziger Anbieter mit mehr als 30% globalem Anteil.
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Gleichzeitig kommt Gegenwind von der Rohstoffseite. Ebenfalls am 25. Februar verhängte Simbabwe ein sofortiges Exportverbot für Roh-Lithium und Lithiumkonzentrate. Schätzungen zufolge könnten dadurch 100.000 bis 180.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent vom Markt fernbleiben – rund 7% des für 2026 erwarteten weltweiten Angebots. Für Zellhersteller wie CATL kann das schneller als gedacht höhere Inputkosten und Margendruck bedeuten. Passend dazu reagierten die Märkte umgehend: Lithiumcarbonat-Futures in Guangzhou sprangen um mehr als 9% an.
9. März: Zahlen und Dividende als nächster Taktgeber
Am 9. März 2026 kommt der Vorstand zusammen, um die Jahreszahlen 2025 zu verabschieden und die Veröffentlichung zu beschließen. Auf der Agenda steht auch eine mögliche Empfehlung für eine Schlussdividende. Kurz danach folgen die testierten Ergebnisse für 2025 – und damit ein belastbarer Blick darauf, wie profitabel CATL in einem Umfeld war, das gleichzeitig von starkem Marktwachstum und neuen Rohstoffrisiken geprägt ist.
Beim Kursbild bleibt die Aktie nahe ihrem 52‑Wochentief: Der Schlusskurs lag am Mittwoch bei 338,90 CNY – exakt auf dem markierten Jahrestief vom 4. März. Damit wird der 9. März zum zentralen Prüfstein, ob operative Stärke und Partnerschaften die wachsende Kostensensibilität durch Lithiumpreise zumindest teilweise abfedern können.
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