CATL legte am Freitag im Sog einer breiten Erholung der Batteriebranche um 7,8% zu. Medienberichten zufolge stiegen sämtliche Mitglieder des Batteriebranchenindex, während Lithium-Futures ein neues Zyklustief erreichten. Die Berichte ordneten die Bewegung als Branchenerholung nach einem Rücksetzer ein, nicht als Reaktion auf eine neue Gewinnmeldung oder Prognose von CATL.

Rückkäufe zur Einziehung

Als unternehmensspezifischen Hintergrund nannten die Berichte außerdem Aktienrückkäufe an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Laut seiner Pflichtmitteilung kaufte CATL am Donnerstag 2.271.000 A-Aktien zur Einziehung zurück. Dafür zahlte das Unternehmen insgesamt RMB 499.946.748,7.

Bereits am Mittwoch hatte CATL weitere 3.488.624 A-Aktien zur Einziehung erworben. Der in der Pflichtmitteilung ausgewiesene durchschnittliche Kaufpreis betrug RMB 229,32 je Aktie. Beide Transaktionen betrafen damit Aktien, die zur Einziehung bestimmt waren.

Gewinnwachstum bleibt hinter Umsatzplus zurück

Den wirtschaftlichen Hintergrund der vorangegangenen Kursschwäche bildeten Sorgen um die Profitabilität. Laut Reuters erzielte CATL im dritten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 21,25 Milliarden Yuan. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach das einem Zuwachs von 14,5%.

Der Umsatz stieg im selben Berichtszeitraum um 58,6% auf 165,2 Milliarden Yuan. Beide Kennzahlen blieben Reuters zufolge hinter den Markterwartungen zurück, während sich der Wettbewerb verschärfte und das Wachstum der chinesischen Autoverkäufe verlangsamte.

CATL führte die niedrigere Profitabilität je Einheit auf Veränderungen im Produktmix, die Verbrauchsteuer auf Lithiumbatterien und eine verringerte Exportsteuererstattung zurück. Das Unternehmen erklärte, mit Kunden über eine Aufteilung der Kosten zu sprechen.

In seiner Investorenbesprechung zum Quartal betonte CATL zugleich, die weltweite Nachfrage nach Antriebs- und Energiespeicherbatterien könnte weniger schwach ausfallen als vom Markt erwartet. Das Unternehmen verwies dabei auf weiterhin solides Wachstumspotenzial.