Der britische Bergbausektor hat zum Wochenabschluss ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Getrieben von einem neuen „Superzyklus“ bei Industriemetallen und geopolitischen Spannungen griffen Anleger beherzt bei den Schwergewichten der Branche zu. Während der breite Markt die US-Inflationsdaten verdaute, suchten Investoren gezielt Schutz und Chancen in Sachwerten.
Der Cboe UK Mining and Mineral Products Index kletterte am Freitag um 1,11 Prozent auf 15.585 Punkte. Das Handelsvolumen lag dabei zwölf Prozent über dem Monatsdurchschnitt, was auf eine hohe Überzeugung der Käufer hindeutet. Besonders die Preisentwicklung bei Kupfer und Gold stützte die Stimmung. Kupfer stabilisierte sich bei rund 5,87 US-Dollar pro Pfund, während die Unsicherheit im Nahen Osten die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen befeuerte.
Zusätzlicher Rückenwind kam von der Währungsseite. Da britische Bergbaukonzerne ihre Erlöse primär in US-Dollar erzielen, wirkte das schwächere Britische Pfund (nahe 1,3245 USD) wie ein Hebel auf die Bewertung der in London gelisteten Titel. Marktbeobachter werteten die Konzentration von institutionellen Großaufträgen bei Werten wie Rio Tinto und Glencore als gezielte Umschichtung in zyklische Substanzwerte.
Rio Tinto und Glencore treiben den Sektor
Innerhalb des Sektors war die Marktbreite mit einem Verhältnis von vier Gewinnern zu einem Verlierer überzeugend. Rio Tinto profitierte von Berichten über potenzielle Gebote für Mineralien-Assets in Kalifornien. Anglo American profitierte von Fortschritten beim Portfolio-Umbau und der Fusion mit Teck, während Glencore durch den Einstieg bei einem US-Recyclingwerk für Aluminium sein Profil in der Kreislaufwirtschaft schärfte.
Die stärksten Einzelwerte am 10. April:
– Rio Tinto: +1,21 % (7.336,00p)
– Anglo American: +1,20 % (3.499,50p)
– Glencore: +0,93 % (565,70p)
– Antofagasta: +0,88 % (2.415,00p)
– Endeavour Mining: +0,75 % (1.842,00p)
Technische Hürden im Blick
Trotz der jüngsten Gewinne bleibt die Lage charttechnisch spannend. Der Index notiert zwar über seinen 50- und 100-Tage-Linien, was einen bullischen mittelfristigen Trend signalisiert. Allerdings fungiert der 200-Tage-Durchschnitt weiterhin als massiver Widerstand, den es erst noch zu überwinden gilt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 51,16 in einem neutralen Bereich, was Raum für weitere Bewegungen lässt.
Abseits der Kurstafeln sorgt eine Konsultation von Cboe Europe für Gesprächsstoff. Das Gremium prüft derzeit die Einstellung mehrerer Sektor-Indizes, darunter auch der BUKMINP. Ein Ergebnis dieser Prüfung wird bis Mai 2026 erwartet.
Am Montag rückt die industrielle Nachfrage aus China in den Fokus, wenn neue Wirtschaftsdaten veröffentlicht werden. Zudem wird die Marktreaktion auf die geopolitische Lage im Iran die Volatilität im Rohstoffsektor hochhalten. Sollte die Cboe-Konsultation eine Einstellung des Index bestätigen, dürfte dies eine Umschichtung der Liquidität in den FTSE 350 Mining Index auslösen.
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