Die Cembra Money Bank hat heute ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und überrascht mit einem Gewinnplus von 5 Prozent auf 180 Millionen Franken. Das klingt zunächst gut, doch die Aktie stürzte nach Bekanntgabe um 5,7 Prozent auf 99,20 Franken ab. Der Grund: Die Anleger schauen weniger auf den Gewinn als auf die Erträge – und die sind um 2 Prozent auf 542 Millionen Franken gesunken.
Wie passt das zusammen? Ganz einfach: Die Schweizer Konsumkreditbank hat radikal an der Kostenschraube gedreht. Der Geschäftsaufwand sank um satte 19 Millionen Franken oder 7 Prozent auf nur noch 245 Millionen Franken. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich dadurch deutlich von 48,1 auf 45,2 Prozent. Im zweiten Halbjahr 2025 lag die Quote sogar bei nur noch 42,9 Prozent.
Personalkostenkürzung zeigt Wirkung
Die größten Einsparungen gelangen beim Personal. Die Mitarbeiterzahl schrumpfte von 929 im Jahr 2022 auf nur noch 773 Ende 2025 – ein Minus von über 150 Stellen in drei Jahren. Der Personalaufwand sank entsprechend um 10 Prozent auf 121 Millionen Franken. Parallel dazu investierte Cembra allerdings in Technologie: Die IT-Ausgaben stiegen um 4 Prozent auf 52,6 Millionen Franken.
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Die strategische Transformation zahlt sich aus. Die neue Leasingplattform läuft, die Bearbeitungszeiten im Autofinanzierungsgeschäft wurden um über 45 Prozent reduziert, und die Produktivität pro Mitarbeiter stieg um etwa 15 Prozent. Über 600.000 Kunden nutzen inzwischen die Cembra App.
Selektives Wachstum statt Masse
Bei den Nettoforderungen gibt sich Cembra betont zurückhaltend. Mit 6,58 Milliarden Franken liegen sie nur noch 0,6 Prozent unter dem Vorjahr. Besonders auffällig: Privatkredite wurden deutlich zurückgefahren – minus 6 Prozent auf 2,15 Milliarden Franken. Das Unternehmen setzt auf Qualität statt Quantität und vergibt Kredite selektiver.
Dafür wuchsen Fahrzeugleasing und -kredite um 3 Prozent auf 3,28 Milliarden Franken, Kreditkarten legten um 1 Prozent auf 1,03 Milliarden Franken zu. Die Nettozinsmarge konnte trotz gesunkener Zinsen bei 5,5 Prozent gehalten werden – ein beachtlicher Wert in einem niedrigeren Zinsumfeld.
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Kapitalstark und großzügig
Die Kapitalbasis bleibt robust. Mit einer Tier 1-Kapitalquote von 17,6 Prozent liegt Cembra komfortabel über dem eigenen Ziel von 17 Prozent. Die Eigenkapitalrendite stieg auf 13,7 Prozent, für 2026 peilt CEO Holger Laubenthal sogar rund 15 Prozent an.
Entsprechend großzügig fällt die Dividende aus: Der Verwaltungsrat schlägt eine ordentliche Ausschüttung von 4,60 Franken pro Aktie vor – ein Plus von 8 Prozent. Dazu kommt eine Sonderdividende von 1,00 Franken aus dem Überschusskapital. Bei einem aktuellen Kurs von 99,20 Franken ergibt das eine Gesamtrendite von 5,6 Prozent.
Für 2026 erwartet Cembra einen weiteren Anstieg des Reingewinns. Die Verlustquote soll bei 1,1 Prozent stabil bleiben, das Aufwand-Ertrags-Verhältnis weiter in Richtung 39 Prozent sinken. Ob das den Markt überzeugt, wird sich zeigen müssen.
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