Ceres Power: 619 Pence nach Delta-Deal

Ceres Power verzeichnet Kursgewinne von fast 1.000 Prozent, während der CEO Aktien verkauft. Ein neuer Deal treibt die Rallye an.

Ceres Power Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursplus von 22 Prozent in einer Woche
  • CEO Phil Caldwell verkauft Aktienpaket
  • Delta Electronics Deal als Kurstreiber
  • Short Squeeze beschleunigt Aufwärtsbewegung

Fast 1.000 Prozent Kursplus innerhalb eines Jahres— Ceres Power hat sich an der Londoner Börse zum Highflyer entwickelt. Während die Aktie von einem Hoch zum nächsten eilt, nutzt der Chef die Gunst der Stunde für Verkäufe.

Die Aktie legte allein in dieser Woche um 22 Prozent zu. Damit markiert das Papier die dritte Woche in Folge mit zweistelligen Gewinnen. Der Marktwert des Brennstoffzellen-Spezialisten kletterte im gleichen Schritt auf rund 1,2 Milliarden Britische Pfund.

Partnerschaft treibt den Kurs

Ein neuer Infrastruktur-Deal zwischen Delta Electronics und Centrica lieferte den jüngsten Impuls. Die Partner wollen Rechenzentren und energieintensive Industrien in Europa mit Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) versorgen. Ceres Power profitiert hier indirekt: Delta nutzt die Technologie des Unternehmens in Lizenz.

Die Anlagen erreichen einen elektrischen Wirkungsgrad von 60 Prozent. Das liegt deutlich über den Werten klassischer Gasturbinen, die meist nur 35 bis 42 Prozent erzielen. Innerhalb der nächsten zwölf Monate soll ein erster Demonstrationsstandort in Großbritannien entstehen.

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CEO versilbert Anteile

Inmitten des Höhenflugs meldete das Unternehmen eine größere Transaktion des Managements. Vorstandschef Phil Caldwell übte Optionen auf knapp 359.000 Aktien zum Basispreis von 10 Pence aus. Er verkaufte diese sowie weitere Bestände am 30. April zu einem Preis von 6,219 Pfund je Aktie.

Insgesamt veräußerte Caldwell damit 456.940 Papiere. Solche Verkäufe nach massiven Kurssteigerungen sind nicht ungewöhnlich, sorgen am Markt jedoch oft für Gesprächsstoff.

Ein kräftiger Short Squeeze beschleunigte die Aufwärtsbewegung zusätzlich. Die Leerverkaufsquote sank Ende April deutlich von über zehn auf nur noch 5,8 Prozent. Parallel dazu schoss das Handelsvolumen um 72 Prozent in die Höhe. Die Folge: Leerverkäufer mussten ihre Positionen zu immer höheren Preisen glattstellen.

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Skepsis trotz Branchenboom

Nicht alle Marktteilnehmer teilen die Euphorie. Das Analysehaus Peel Hunt bleibt bei seiner Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 200 Pence. Die Experten loben zwar die Technologie und die starken Partner, halten die aktuelle Bewertung jedoch für weit überzogen.

Das Marktumfeld bleibt derweil dynamisch. Der US-Konkurrent Bloom Energy meldete zuletzt einen Umsatzsprung von 130 Prozent und hob seine Prognose an. Oracle plant zudem, bis zu 2,8 Gigawatt an Brennstoffzellensystemen von Bloom zu beziehen.

Für Ceres Power stehen nun wichtige Termine an. Am 14. Mai findet die Hauptversammlung in London statt. Das Management strebt bis Ende 2026 vertraglich gesicherte Einnahmen von 45 Millionen Pfund an und verfügt über liquide Mittel von rund 83 Millionen Pfund.

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