CGI treibt die Digitalisierung gleich auf mehreren Fronten voran. Die Kanadier starten eine KI-Plattform für US-Behörden und schließen eine Partnerschaft mit dem norwegischen Authentifizierungsspezialisten Entersekt.
Doch an der Börse interessiert das heute niemanden. Die CGI-Aktie stürzt um 7,2 Prozent auf 53,70 Euro ab. Damit notiert der Titel nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 52,82 Euro.
Seit Jahresanfang hat sich der Kurs mehr als halbiert. Das Minus beträgt 31 Prozent. Grund für den Ausverkauf: Der Markt zweifelt offenbar an den Wachstumsaussichten des IT-Dienstleisters.
Neue KI-Offensive für Behörden
CGI Federal bringt eine KI-gestützte Lösung auf den Markt. Sie soll veraltete Softwaresysteme von US-Behörden modernisieren. Herzstück ist die Plattform „Yukon“.
Das Tool analysiert Legacy-Code in Stunden statt Wochen. Es erstellt Modernisierungsfahrpläne und generiert automatisch Software-Stücklisten für mehr Sicherheit. Die Plattform läuft in der AWS-Cloud.
Banken-Partnerschaft in Skandinavien
Parallel forciert CGI das Geschäft im Norden Europas. Die Norwegen-Tochter kooperiert künftig mit Entersekt. Ziel: stärkere Authentifizierungslösungen für Banken.
Die erste gemeinsame Kundin ist die schwedische Norion Bank. Die Lösung ist EMVCo-zertifiziert und setzt auf Biometrie und risikobasierte Verfahren.
Technische Signale
Der RSI liegt bei 34,6 Punkten. Damit nähert sich die Aktie der Zone, die Techniker als „überverkauft“ einstufen. Der Kurs handelt 22,6 Prozent unter der 200-Tage-Linie bei 69,42 Euro. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Die neuen Plattformen zeigen: CGI sucht das Wachstum in Nischen mit hohen Eintrittsbarrieren. Ob das reicht, um die Kursverluste aufzuholen, hängt von den nächsten Quartalszahlen ab.
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