Berkshire Hathaway kauft, Brent steigt, die Genehmigungen für neue Offshore-Leases kommen — und Chevron markiert ein neues Allzeithoch. Hinter dem Kurssprung vom Donnerstag steckt mehr als nur ein günstiger Ölpreis.
Rückenwind aus mehreren Richtungen
Den unmittelbaren Auslöser für das Plus von 3,6 Prozent lieferte eine Kombination aus steigenden Brent-Rohölpreisen und einer Nachricht, die Anleger aufhorchen ließ: Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat seine Beteiligung um mehr als 8 Millionen Aktien aufgestockt. Zeitgleich erteilten US-Bundesbehörden grünes Licht für zwei neue Golf-Offshore-Leaseprogramme — ein wichtiges Signal für Chevrons Investitionsplan 2026, der organische Ausgaben zwischen 18 und 19 Milliarden Dollar vorsieht. Rund 10,5 Milliarden davon fließen in US-amerikanische Upstream-Aktivitäten, vor allem in Schiefer- und Tight-Oil-Projekte.
Parallel dazu sortiert Chevron sein Portfolio um. Am Donnerstag bestätigte das Unternehmen den Verkauf seiner Beteiligungen an zwei Offshore-Blöcken in Angola an Energean für einen Basispreis von 260 Millionen Dollar. Die Transaktion folgt einer klaren Logik: Kapital aus weniger strategischen Assets freisetzen, um es in margenstarke Regionen umzuleiten.
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Gegenwind aus dem Mittelmeer und Kalifornien
Nicht alles läuft reibungslos. Am 2. März erklärte Chevron Force Majeure am Leviathan-Gasfeld im östlichen Mittelmeer — ausgelöst durch eskalierende regionale Konflikte. Die Auswirkungen auf die Produktion sind noch nicht vollständig absehbar, doch das Unternehmen ist in anderen Regionen aktiv, darunter Venezuela, Libyen und Griechenland.
In Kalifornien positioniert sich Chevron öffentlich gegen geplante Verschärfungen des staatlichen Cap-and-Invest-Programms. Das Unternehmen warnte Anfang der Woche, strengere Treibhausgasgrenzen könnten die Kraftstoffpreise bis 2030 um mehr als einen Dollar pro Gallone treiben und Raffineriestandorte gefährden.
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Hinzu kommt eine Einigung mit dem US-Justizministerium wegen Verstößen gegen den Renewable Fuel Standard: Chevron zahlt eine Zivilstrafe von rund einer Million Dollar und hat über 2 Millionen Kraftstoffgutschriften im Wert von etwa 3,6 Millionen Dollar zurückgezogen.
Dividende und Technologie
Aktionäre erhielten am 10. März eine Dividendenzahlung von 1,78 Dollar je Aktie — das Ergebnis einer Erhöhung um 4 Prozent. Technologieseitig erweiterte die Tochtergesellschaft Chevron Lummus Global ihr Angebot um Fischer-Tropsch-Upgrading-Lösungen, die unter anderem die Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff ermöglichen.
Mit dem heutigen Allzeithoch von 171,78 Euro notiert die Aktie rund 44 Prozent über ihrem April-Tief — getragen von operativer Breite, institutionellem Vertrauen und einem Ölmarkt, der Chevron gerade Rückenwind gibt.
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