Vor dem Obersten Gerichtshof der USA feiert Chevron einen historischen Erfolg. Der Ölkonzern wehrt eine dreiviertel Milliarde Dollar schwere Strafe ab. An der Börse verpufft dieser juristische Triumph allerdings völlig — die Aktie beendete die Handelswoche tief im Minus.
Milliarden-Strafe abgewendet
Der U.S. Supreme Court hob am Freitag ein weitreichendes Urteil auf. Zuvor hatte eine Jury im Bundesstaat Louisiana Chevron und andere Ölunternehmen zur Zahlung von 745 Millionen US-Dollar verurteilt. Es ging um Küstenerosion durch historische Bohrungen. Die obersten Richter verwiesen den Fall nun zurück an ein Bundesgericht. Sie begründeten dies mit den bundesstaatlichen Pflichten des Konzerns während des Zweiten Weltkriegs. Für Chevron bedeutet die Entscheidung eine sofortige finanzielle Entlastung.
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Trotz des juristischen Erfolgs gab der Aktienkurs zum Wochenausklang nach. Das Papier schloss bei 155,92 Euro und verbuchte einen Tagesverlust von knapp zwei Prozent. Auf Monatssicht summiert sich das Minus bereits auf über zehn Prozent.
Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 20,4 mittlerweile eine stark überverkaufte Situation. Hauptgrund für die Kursschwäche ist der nachgebende Ölmarkt. Die Sorte Brent fiel unter die Marke von 88 US-Dollar je Barrel. Entspannungssignale am Persischen Golf beruhigten die Märkte, da die wichtige Straße von Hormus für Handelsschiffe geöffnet bleibt. Hinzu kommt eine Abstufung durch die Analysten von TD Cowen. Diese senkten ihr Kursziel und verwiesen auf zeitliche Gegenwinde für das erste Quartal.
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Umbau in Venezuela
Parallel dazu ordnet Chevron sein Südamerika-Geschäft neu. Der Konzern vereinbarte einen strategischen Tausch von Vermögenswerten mit der venezolanischen Staatsgesellschaft PDVSA. Chevron erhöht seinen Anteil am Joint Venture Petroindependencia auf 49 Prozent. Im Gegenzug überträgt das Unternehmen Offshore-Gaslizenzen an die Regierung in Caracas. Das Ziel der Maßnahme ist eine massive Produktionssteigerung in der Region innerhalb der nächsten zwei Jahre.
Operativ stehen dem Konzern unruhige Wochen bevor. Das Management warnte bereits vor negativen buchhalterischen Effekten zwischen 2,7 und 3,7 Milliarden US-Dollar für das abgelaufene Quartal. Diese resultieren aus der hohen Preisvolatilität am Rohstoffmarkt. Wie stark diese Faktoren den Gewinn tatsächlich belasten, zeigt sich am 1. Mai 2026. Dann präsentiert Chevron die offiziellen Quartalszahlen.
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