Chevron Aktie: Venezuela-Comeback nimmt Fahrt auf

Chevron erhält erweiterte US-Lizenz für Ölgeschäfte in Venezuela und treibt gleichzeitig die Kapazitätserweiterung des israelischen Leviathan-Gasfelds voran.

Chevron Aktie
Kurz & knapp:
  • Erweiterte US-Lizenz für Produktion und Exporte in Venezuela
  • Organisation von Schiff-zu-Schiff-Transfers für gelagertes Öl
  • Finale Investitionsentscheidung für Leviathan-Gasfeld-Expansion
  • Ziel: Wiederaufnahme von 500.000 Barrel Export pro Tag

Der US-Ölriese steht vor einer bedeutenden Expansion seiner Geschäfte in Venezuela. Laut Branchenquellen soll das Unternehmen noch in dieser Woche eine erweiterte Lizenz der US-Regierung erhalten, die eine Steigerung der Produktion und der Exporte aus dem südamerikanischen Land ermöglicht. Gleichzeitig investiert Chevron kräftig in die Erweiterung des israelischen Leviathan-Gasfelds.

Rückkehr nach Venezuela – mit voller Kraft

Chevron führt die Liste der Ölkonzerne an, die sich um lukrative Geschäfte in Venezuela bewerben. Das Land besitzt die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt, war jedoch jahrelang durch US-Sanktionen blockiert. Nachdem Washington und Caracas Mitte Januar ein 50-Millionen-Barrel-Lieferabkommen geschlossen haben, öffnen sich nun neue Möglichkeiten.

Der Konzern sichert sich dabei aggressiv bevorzugte Positionen an den venezolanischen Terminals. Als wichtiger Joint-Venture-Partner vor Ort verfügt das Unternehmen bereits über etablierte Strukturen. Aktuell befindet sich Chevron in intensiven Verhandlungen um Verladeslots am wichtigsten José-Ölterminal des Landes.

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Logistische Herausforderungen bremsen zunächst

Die praktische Umsetzung der Exporte gestaltet sich kompliziert. Venezuela hat in den vergangenen Monaten Öl in alten, schlecht gewarteten Tankern gelagert, die unter Sanktionen stehen. Direkter Kontakt mit diesen Schiffen ist wegen Haftungs- und Versicherungsauflagen problematisch.

Chevron und andere Akteure organisieren derzeit fieberhaft Schiff-zu-Schiff-Transfers, um das gelagerte Öl sicher umzuladen. Zusätzlich wird dringend Naphtha beschafft, um das schwere venezolanische Rohöl für den Transport aufzubereiten. Trotz der Hürden könnte Venezuela mittelfristig wieder 500.000 Barrel pro Tag in die USA exportieren – das Niveau vor den Sanktionen.

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Leviathan-Expansion beschlossen

Parallel investiert Chevron über seine Tochter Chevron Mediterranean Limited ins israelische Leviathan-Gasfeld. Der Konzern gab eine finale Investitionsentscheidung zur Kapazitätserweiterung der Produktionsplattform bekannt. Das Projekt umfasst drei zusätzliche Offshore-Bohrungen, neue Subsea-Infrastruktur und den Ausbau der Aufbereitungsanlagen.

Mit einem Anteil von 39,66 Prozent ist Chevron Betreiber des Feldes, weitere Partner sind NewMed Energy (45,34 Prozent) und Ratio Energies (15 Prozent). Die Erweiterung soll gegen Ende des Jahrzehnts in Betrieb gehen und die Förderkapazität des bedeutenden Mittelmeer-Gasfeldes deutlich steigern.

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