Die Chevron-Aktie schoss am Montag im vorbörslichen Handel um acht Prozent nach oben. Damit steuert der Titel auf den höchsten Stand seit neun Monaten zu. Der Grund: US-Präsident Donald Trump kündigte nach der überraschenden Gefangennahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro massive Investitionen amerikanischer Ölkonzerne in Venezuela an.
Das Milliarden-Versprechen
Trump stellte in Aussicht, dass US-Konzerne in den kommenden Monaten Milliardenbeträge in den Wiederaufbau des venezolanischen Ölsektors pumpen werden. Venezuela verfügt laut Experten mit rund 300 Milliarden Barrel über die größten Erdölreserven weltweit. Ein gigantisches Potenzial, das jahrelang durch politische Isolation blockiert war.
Chevron nimmt dabei eine Sonderstellung ein: Der Konzern ist das einzige große US-Ölunternehmen, das derzeit noch in Venezuela tätig ist. Diese Position verschafft dem Unternehmen einen entscheidenden Vorsprung gegenüber Wettbewerbern wie ExxonMobil und ConocoPhillips, die ebenfalls von der Nachricht profitierten – allerdings mit deutlich geringeren Kursgewinnen von 3,3 beziehungsweise sieben Prozent.
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Heiße Luft oder echte Chance?
Doch die Euphorie könnte verfrüht sein. Analysten warnen, dass der vorbörsliche Kurssprung auf Spekulationen basiert. Die Wiederaufbau-Kosten für Venezuelas heruntergewirtschaftete Öl-Infrastruktur dürften extrem hoch ausfallen. Jahrelange Misswirtschaft und Sanktionen haben dem Sektor massiv zugesetzt.
Kritiker sehen in Trumps Vorstoß vor allem ein Ziel: Die Profite westlicher Ölkonzerne zu steigern und die westliche Hemisphäre unter US-Kontrolle zu bringen. Der geopolitische Paukenschlag zum Jahresauftakt richtet sich dabei auch gegen den wachsenden Einfluss Chinas und Russlands in der Region.
Markt setzt auf Chevron
Für Anleger bleibt die Frage: Rechtfertigt das Venezuela-Szenario die aktuelle Bewertung? Die Märkte haben ihre Antwort bereits gegeben – zumindest vorläufig. Chevron wird als Hauptprofiteur gehandelt, sollte sich die politische Lage stabilisieren und Investitionen tatsächlich fließen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob aus der Spekulation Realität wird.
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