Die Chevron-Aktie reagierte diese Woche auf spektakuläre Nachrichten aus Venezuela. Nach der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte kündigte Donald Trump am Dienstag ein Öl-Abkommen an: Venezuela soll 30 bis 50 Millionen Barrel sanktionierten Rohöls an die USA liefern. Der geschätzte Wert liegt bei bis zu 2,9 Milliarden Dollar.
Chevron steht im Zentrum dieser Entwicklung. Der Konzern ist derzeit die einzige Firma, die unter einer US-Sondergenehmigung ungehindert venezolanisches Öl exportiert – zwischen 100.000 und 150.000 Barrel täglich. Diese privilegierte Position könnte sich nun auszahlen. Trump will US-Konzerne massiv in den Wiederaufbau der maroden venezolanischen Ölindustrie investieren lassen und stellte sogar Subventionen in Aussicht.
Die 100-Milliarden-Dollar-Frage
Doch zwischen politischem Aktionismus und realisierbaren Gewinnen klafft eine gewaltige Lücke. Venezuela verfügt zwar über geschätzte 303 Milliarden Barrel – die weltweit größten Ölreserven. Das Problem: Der Großteil davon ist extrem schweres Orinoco-Öl, zäh und nur mit Spezialtechnik förderbar.
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Die aktuelle Produktion liegt bei mageren einer Million Barrel pro Tag – vor 20 Jahren waren es noch drei Millionen. Experten beziffern den Investitionsbedarf für eine Modernisierung auf bis zu 100 Milliarden Dollar. Trumps Versprechen, den Wiederaufbau in unter 18 Monaten zu schaffen, halten Fachleute für illusorisch.
Konkurrenz im Anmarsch
Während Chevron versucht, seine Position zu festigen, meldet die Financial Times am Mittwoch: Der Konzern plant gemeinsam mit Quantum Energy Partners ein Gebot für die internationalen Assets des russischen Ölriesen Lukoil. Die im Oktober 2025 sanktionierten Vermögenswerte haben einen Wert von 22 Milliarden Dollar und umfassen Produktionsanlagen sowie über 2.000 Tankstellen in Europa, Asien und dem Nahen Osten.
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Der US-Ölpreis fiel nach Trumps Venezuela-Ankündigung um mehr als 1,5 Prozent. Differenzen für schwere Ölsorten an der US-Golfküste gaben um rund 50 Cent pro Barrel nach – die Märkte antizipieren bereits höhere Mengen aus Venezuela. Für Chevron bedeutet das: Der politische Rückenwind aus Washington bringt nicht automatisch steigende Margen.
Die Rechnung ist simpel: Mehr venezolanisches Öl auf dem Markt drückt die Preise. Und bis aus den verrosteten Anlagen Venezuelas wieder Spitzenmengen fließen, dürften Jahre vergehen – nicht Monate.
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