Der US-Ölriese Chevron verhandelt mit der Regierung in Washington über eine deutliche Ausweitung seiner Geschäfte in Venezuela. Das Unternehmen strebt an, seine Rohölexporte aus dem südamerikanischen Land wieder auf das frühere Niveau von 250.000 Barrel pro Tag hochzufahren – mehr als doppelt so viel wie die aktuellen 100.000 Barrel täglich. Vier Insider bestätigten am 7. Januar 2026 die laufenden Gespräche.
Die Verhandlungen fallen in eine Phase, in der US-Präsident Donald Trump massiv Druck auf amerikanische Energiekonzerne ausübt, in Venezuela zu investieren. Trump kündigte am 2. Januar an, dass Venezuela zwischen 30 und 50 Millionen Barrel Öl an die USA liefern wird – ein Deal im Wert von rund 2 Milliarden Dollar. Die Erlöse sollen von einem US-kontrollierten Treuhänder verwaltet werden.
Machtkampf um venezolanisches Öl
Doch die Sache hat einen Haken: Nicht nur Chevron drängt nach Venezuela. Washington will auch Valero Energy, ExxonMobil und ConocoPhillips ins Boot holen. Besonders brisant: Bei ExxonMobil und ConocoPhillips wurden vor zwei Jahrzehnten Vermögenswerte in Venezuela enteignet. Ihre mögliche Beteiligung sorgt nach Angaben von drei Quellen für erhebliche Spannungen in den Gesprächen zwischen Washington und Caracas.
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Die US-Regierung hatte im Juli 2025 Chevrons Venezuela-Lizenz verschärft und die Exportmengen drastisch reduziert. Nun soll eine erweiterte Genehmigung nicht nur höhere Ausfuhren ermöglichen, sondern Chevron auch erlauben, über Geschäftspartner venezolanisches Öl in andere Länder als die USA zu verkaufen. Ein indischer Raffinerie-Betreiber erkundigte sich bereits diese Woche in Caracas nach möglichen Öllieferungen.
CEO verkauft Aktien für 52 Millionen Dollar
Inmitten dieser Entwicklungen trennte sich Chevron-Chef Michael K. Wirth am 5. Januar von Unternehmensanteilen im Wert von 52,3 Millionen Dollar. Die Transaktionen erfolgten über einen vorher festgelegten Handelsplan und umfassten 320.700 Aktien zu Preisen zwischen 161,12 und 165,05 Dollar. Gleichzeitig übte Wirth Optionen zum Erwerb von 319.700 Aktien aus.
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Trump verfolgt mit seiner Venezuela-Initiative ein klares Ziel: Der Präsident will den Ölpreis auf 50 Dollar pro Barrel drücken, wie das Wall Street Journal am 8. Januar berichtete. Die Kontrolle über einen Großteil der Ölvorräte in der westlichen Hemisphäre würde nicht nur die Inflation in den USA bekämpfen, sondern auch China eine wichtige Rohölquelle entziehen. Venezolanische Ladungen, die ursprünglich für China bestimmt waren, sollen umgeleitet werden.
Ölfirmen fordern Garantien
Doch die US-Konzerne zeigen sich vorsichtig. Bei einem Treffen in Miami am 7. Januar machten Top-Manager deutlich, dass sie „ernsthafte Garantien“ von Washington benötigen, bevor sie größere Investitionen in Venezuela tätigen. Ein Treffen der Ölbosse mit Trump im Weißen Haus ist für den 10. Januar angesetzt. Dort sollen rechtliche und finanzielle Absicherungen erörtert werden.
Die Märkte reagierten verhalten auf die Nachrichten. Die Chevron-Aktie legte im nachbörslichen Handel am 7. Januar um 0,7 Prozent zu. Die Aussicht auf zusätzliches venezolanisches Öl drückt jedoch auf die Rohölpreise: Analysten von Morgan Stanley prognostizieren für die erste Jahreshälfte 2026 einen Überschuss von bis zu 3 Millionen Barrel pro Tag am Weltmarkt. Am 8. Januar kletterten die Brent-Rohöl-Futures dennoch um 0,6 Prozent auf 60,34 Dollar – nachdem sie zuvor zwei Tage in Folge gefallen waren.
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