Chinas Zentralbank kauft im Preistief weiter Gold

Die chinesische Zentralbank kaufte im Oktober 25,8 Tonnen Gold; weltweit erreichten Notenbankkäufe im dritten Quartal den höchsten Stand seit Ende 2024.

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KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Goldkäufe Chinas im 24. Monat
  • Oktober-Zukauf von 25,8 Tonnen
  • Goldpreis verlor im Oktober fast sieben Prozent
  • Notenbanken kauften weltweit 321 Tonnen

Chinas Notenbank trotzt dem jüngsten Preisrutsch an den Edelmetallmärkten. Während Gold den stärksten Oktober-Verlust seit der Finanzkrise 2008 verzeichnete, stockte die People’s Bank of China ihre Reserven den 24. Monat in Folge auf. Die Währungshüter in Peking nutzen die Kursschwäche gezielt, um ihre Bestände schrittweise auszubauen.

Zukäufe gegen den Markttrend

Die Notenbank erwarb im Oktober 830.000 Feinunzen des Edelmetalls, was rund 25,8 Tonnen entspricht. Damit summierten sich die Zukäufe seit Jahresbeginn auf etwa 129 Tonnen.

Der Zukauf erfolgte mitten in einer ausgeprägten Abwärtsbewegung. Der Goldpreis fiel im Oktober um fast 7 Prozent und beendete den Monat unter der Marke von 4.000 Dollar je Unze. Zeitweise markierte die Notierung ein Jahrestief.

Hinter dem Preisdruck an den Terminmärkten stehen vor allem Zinsängste. Höhere Energiekosten infolge des militärischen Konflikts mit dem Iran schüren die Inflation und halten die weltweiten Leitzinsen hoch. Für zinslose Anlagen wie Barren bedeutet dieses Umfeld Gegenwind. Seit Ausbruch der Kämpfe Ende Februar liegt der Goldpreis noch immer mehr als 20 Prozent im Minus, wenngleich er sich nach den US-Zwischenwahlen stabilisieren konnte.

Notenbanken stützen die Notierungen

Peking steht mit dieser Strategie nicht allein da. Weltweit erwarben Notenbanken im dritten Quartal netto 321 Tonnen Gold. Das entspricht dem höchsten Quartalswert seit Ende 2024. Die People’s Bank of China trat dabei als größter öffentlich bekannter Käufer auf.

Das Vorgehen der Zentralbank beeinflusst auch private Sparer. Chinesische Haushalte kauften im Oktober vermehrt Gold nahe der Marke von 4.000 Dollar je Unze, um sich an der staatlichen Nachfrage zu orientieren. Die Käufe der Notenbanken bleiben damit die wichtigste Stütze gegen den Zinsdruck an den Rohstoffmärkten.

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Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Trading-Treff seit März 2025 Beiträge zu Aktien, Trading und Indizes sowie zu wirtschaftlichen Rahmenthemen. Schwerpunkte sind Rohstoffwerte sowie KI- und Technologiewerte.Quellen dieses Ressorts: Unternehmensmitteilungen und Pflichtveröffentlichungen, Geschäftsberichte und Quartalszahlen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen. Bei Index- und Trading-Themen zusätzlich die Zusammensetzung und Anpassungen der Indexanbieter sowie Terminmarktdaten; bei Technologie- und KI-Werten Produktankündigungen und Geschäftszahlen der Unternehmen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.