Mit einem neuen Großprojekt im asiatischen Raum stärkt Ciena seine Präsenz im Markt für Datenverbindungen. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, arbeitet der Netzwerkspezialist mit dem indischen Betreiber CtrlS Datacenters zusammen. Ziel der Kooperation ist der Aufbau von fünf städtischen Verbindungsnetzen, die insgesamt neun Rechenzentren über fünf indische Metropolen hinweg zusammenschließen sollen.

Die geplante Infrastruktur ist auf eine Übertragungskapazität von bis zu 100 Tb/s ausgelegt. Das Vorhaben unterstreicht den anhaltenden Ausbaubedarf bei Hochgeschwindigkeitsnetzen, der durch den rasant steigenden Datenverkehr in modernen Rechenzentren getrieben wird. An der Börse legte die Ciena-Aktie heute um 7,2 Prozent zu und kletterte auf 333,00 Euro.

Hoher Auftragsbestand stützt das Geschäft

Die neue Kooperation fügt sich in die operative Entwicklung der vergangenen Monate ein. Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 hatte Ciena einen Umsatz von 1,67 Milliarden Dollar gemeldet, was einem Zuwachs von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprach. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag in diesem Quartal bei 2,11 Dollar.

Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen einen kräftigen Zufluss an neuen Bestellungen. Der Auftragsbestand kletterte um 800 Millionen Dollar auf insgesamt 8,5 Milliarden Dollar. Diese solide Auftragslage bietet Ciena einen erheblichen Puffer für künftige Quartale und untermauert die Nachfrage nach optischer Übertragungstechnik.

Ambitionierte Mittelfristziele bis zum Geschäftsjahr 2029

Auf seinem Investorenforum am 16. September hatte das Management zudem die langfristigen Ziele für das Unternehmen abgesteckt. Vom Geschäftsjahr 2026 bis 2029 peilt Ciena eine durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate von rund 30 Prozent an.

Auch bei der Profitabilität setzt sich der Konzern anspruchsvolle Marken: Angestrebt werden eine bereinigte Bruttomarge von circa 50 Prozent, eine bereinigte operative Marge zwischen 32 und 35 Prozent sowie eine Free-Cashflow-Marge von rund 20 Prozent.

Medienberichten zufolge hatte das Analysehaus Evercore ISI die Einstufung für Ciena am 21. September von „In Line“ auf „Outperform“ angehoben und das Kursziel von 375 auf 550 Dollar heraufgesetzt. Das Institut begründete den Schritt mit den Marktchancen des Unternehmens im Bereich der optischen Netzwerktechnik.

Auch wenn das Papier mit einem Abschlag von 40 Prozent noch deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 558,40 Euro notiert, zeigt der jüngste Infrastrukturauftrag in Indien, dass die Nachfrage nach Cienas Vernetzungslösungen ungebrochen ist.